Das Leben besteht aus einem Kreis aus Tod und Wiedergeburt. Jeder Mensch stirbt in seinem Leben viele male und wird als ein neuer Mensch geboren. Nämlich jedes mal dann, wenn er einen Entwicklungsschub erlebt. Und die sind übrigens nicht nur auf die Kindheit beschränkt, sondern ziehen sich durch’s ganze Leben. Im Erwachsenenalter werden sie allerdings oft nicht durch die Biologie ausgelöst, sondern häufig durch Schicksalschläge, positive wie negative, oder aber auch durch einen schleichenden Prozess, der irgendwann nicht mehr übersehen werden kann.
Ich liebe die Metapher, die Martha Beck benutzt, um diesen Kreis zu beschreiben.
Stell dir eine Raupe vor. Sie wandert fröhlich umher und frisst sich von einem Blatt zum nächsten. Sie weiß wer sie ist (eine Raupe), und was sie zu tun hat (fressen), und alles ist wunderbar.
Bis sie irgendwann den unglaublichen Drang verspürt, sich in ein Kokon zu wickeln (Das ist Phase 1). Und dann löst sie sich auf (kein Witz – Raupen werden im Kokon flüssig).
Dasselbe passiert mit Menschen (egal welchen Alters): Wenn sie diesen Schub haben, durch welchen Auslöser auch immer, dann lösen sie sich auf. Alles, was sie einmal kannten, gilt nicht mehr. Sie wissen nicht mehr, wo oben und unten ist, wer sie sind, was sie wollen, wo sie hingehen. Ihre Identität stirbt. Das reinste Chaos. Continue reading
Ich glaube, die meisten verstehen unter “konsequent sein”, dass ein Nein ein Nein ist und auch immer ein Nein zu sein hat. Wenn es heißt “Vor dem Schlafen gehen Zähne putzen”, dann muss auch jedes mal Zähne geputzt werden. Wenn es heißt “Noch einmal, dann ist Schluss”, dann muss auch wirklich Schluss sein. Wenn es heißt “Um 10 bist du zu hause”, dann musst du auch wirklich um 10 vor der Tür stehen.
Ist das dasselbe wie “sich verständlich ausdrücken”?



Vor kurzem habe ich diesen Artikel von Susan Hyatt gefunden: 



