Wachstumsschübe und Wutausbrüche

Das Leben besteht aus einem Kreis aus Tod und Wiedergeburt. Jeder Mensch stirbt in seinem Leben viele male und wird als ein neuer Mensch geboren. Nämlich jedes mal dann, wenn er einen Entwicklungsschub erlebt. Und die sind übrigens nicht nur auf die Kindheit beschränkt, sondern ziehen sich durch’s ganze Leben. Im Erwachsenenalter werden sie allerdings oft nicht durch die Biologie ausgelöst, sondern häufig durch Schicksalschläge, positive wie negative, oder aber auch durch einen schleichenden Prozess, der irgendwann nicht mehr übersehen werden kann.

Ich  liebe die Metapher, die Martha Beck benutzt, um diesen Kreis zu beschreiben.

Stell dir eine Raupe vor. Sie wandert fröhlich umher und frisst sich von einem Blatt zum nächsten. Sie weiß wer sie ist (eine Raupe), und was sie zu tun hat (fressen), und alles ist wunderbar.

Bis sie irgendwann den unglaublichen Drang verspürt, sich in ein Kokon zu wickeln (Das ist Phase 1). Und dann löst sie sich auf (kein Witz – Raupen werden im Kokon flüssig).

Dasselbe passiert mit Menschen (egal welchen Alters): Wenn sie diesen Schub haben, durch welchen Auslöser auch immer, dann lösen sie sich auf. Alles, was sie einmal kannten, gilt nicht mehr. Sie wissen nicht mehr, wo oben und unten ist, wer sie sind, was sie wollen, wo sie hingehen. Ihre Identität stirbt. Das reinste Chaos. Continue reading

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Was “konsequent sein” wirklich bedeutet

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Ich glaube, die meisten verstehen unter “konsequent sein”, dass ein Nein ein Nein ist und auch immer ein Nein zu sein hat. Wenn es heißt “Vor dem Schlafen gehen Zähne putzen”, dann muss auch jedes mal Zähne geputzt werden. Wenn es heißt “Noch einmal, dann ist Schluss”, dann muss auch wirklich Schluss sein. Wenn es heißt “Um 10 bist du zu hause”, dann musst du auch wirklich um 10 vor der Tür stehen.

Und wenn diese Regeln nicht eingehalten werden, dann hat das auch ganz konsequent Folgen, wie auch immer die aussehen mögen (von lautstarken Auseinandersetzungen bis Hausarrest).

Ich sehe das ein wenig anders. Continue reading

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Was ist eigentlich “sich klar ausdrücken”?

Ist das dasselbe wie “sich verständlich ausdrücken”?

Du kannst es so verstehen. Es wird oft so benutzt.

Das führt dann oft zu so genervten Aussagen wie “Warum verstehst du das nicht? Ich hab mich doch klar und deutlich ausgedrückt!”.

Oder: “Ich hab’s ganz klar gesagt, aber es funktioniert immer noch nicht!”

Hm. Ja.

Aber nur, weil klar und verständlich halt doch nicht ein und dasselbe sind.

Rein theoretisch hast du wahrscheinlich etwas gesagt, das sehr einfache Worte enthält, sodass wirklich jeder es verstehen kann. Wahrscheinlich waren sie sogar eindeutig.

Soviel zu den Worten. Zu dem augenscheinlichen. Lass uns mal schauen, was hinter den Worten steckt.

Denn jetzt wird es kompliziert. Hinter den einfachen Worten steckt oft ein verhedderter Mischmasch aus Wünschen, Ängsten, Befürchtungen und Frust.

Nehmen wir als Beispiel etwas simples: Ins Auto einsteigen.

Du hast ganz deutlich und verständlich erklärt, dass du willst, dass dein Kind ins Auto einsteigt. Vielleicht hast du auch noch gesagt warum.

Und dein Kind will nicht.

Lass uns einmal schauen, was in dir vorgeht, während du sagst “Bitte steig ins Auto ein.” Continue reading

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Kostenloses Teleseminar am 20.10.11 um 13 Uhr

Thema: Gefühle und Körper-Kompass

Was fühlst du gerade?

In deinem Körper.

Wusstest du das auf Anhieb oder musstest du erst mal nachspüren? Hast du überhaupt etwas gespürt?

Tatsache ist nämlich, dass wir, obwohl wir ständig Gefühle haben, sie selten bewusst wahrnehmen. Wir nehmen ja nicht einmal bewusst wahr, was in unserem Kopf vor sich geht. Wir sind entweder zu sehr damit beschäftigt, den Stimmen zuzuhören, oder wir sind zu sehr mit dem beschäftigt, was um uns rum passiert.

Dabei sind Gefühle unglaublich wichtig. Sie zeigen ganz genau, was für uns richtig läuft, und was nicht. Sie können gute Warnzeichen sein.

Es ist wichtig, mit umgehen zu lernen, aber es ist noch wichtiger, sie überhaupt erst mal wahrzunehmen. Nur dann kannst du dein Leben gestalten, anstatt nur auf die Umstände zu reagieren.

Ich will in diesem Teleseminar Martha Beck’s Köper-Kompass vorstellen, und wie du ihn einsetzen kannst, um im täglichen Leben klarzukommen.

Die Zugangsdaten findest du hier: Klick.

Ich freu mich auf dich!

Wenn du nicht teilnehmen kannst, ist das schade und ich vermisse dich, aber du kannst dir gerne danach die Aufzeichnung anhören – vorausgesetzt, du stehst auf meiner Liste! Trag dich deshalb rechts oben in meinen Newsletter ein!

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Wie würdest du dich selbst behandeln, wenn du wüsstest, dass du jemanden beeinflusst?

Heute morgen ist folgende email von Neale Donald Walsch in meinem Posteingang gelandet: “On this day of your life, Hannah, I believe God wants you to know, that someone is looking up to you now, preparing to follow your example. Let this guide your next choice.”

Was übersetzt soviel heißt wie: “Jemand schaut zu dir auf, jemand, der deinem Beispiel folgen wird. Lass dies deine nächste Entscheidung leiten.”

Wir sind Eltern. Wir haben Kinder. Natürlich haben wir jemanden, der alles, was wir tun, aufsaugt wie ein Schwamm. Aber es gibt auch andere Leute. Partner. Freunde. Kollegen. Leute, denen wir zufällig auf der Straße begegnen.

Auf alle haben wir einen Einfluss. Wir haben die Vorbildfunktion inne. Jeder von uns.

Was würdest du tun, um dieser Rolle gerecht zu werden?

Ok, die ganz offensichtlichen Sachen sind Auf-die-Gesundheit-achten, Müll-in-den-Mülleimer-schmeißen, Sich-am-Tisch-benehmen, Sport-machen, Mit-dem-Fahrrad-statt-dem-Auto-fahren, Gesund-essen.

Alles tolle Sachen. Wenn du das machst, ist die Welt gerade ein Stückchen besser geworden.

Aber mich interessiert eine andere Frage:

Wie würdest du dich selbst behandeln?

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Würdest du versuchen, dich zu kontrollieren? Würdest du dich zwingen, Dinge zu tun, die du hasst? Wie steht es mit Gefühlen? Würdest du dich fertig machen, weil du Angst hast oder traurig bist?

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass die Art und Weise, wie du dich selbst behandelst, einen entscheidenden Einfluss darauf hat, wie sich die Menschen um dich herum behandeln?

Würdest du dich immer noch fertig machen? Oder würdest du dich in den Arm nehmen? Würdest du dir Liebe schenken?

Was würdest du tun? Wie würdest du dich verhalten? Schreib einen Kommentar!

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Beobachte!

Wie oft passiert es, dass du in eine Situation eingreifst, ohne sie vollends zu überblicken? Wie schnell nimmst du deinem Kind etwas weg, schimpfst, tröstest oder hilfst du?

Es könnte sein, dass es gar nicht nötig gewesen wäre. Es könnte sein, dass dein Kind es alleine geschafft hätte.

Nimm dir Zeit. Setz dich hin und beobachte dein Kind. Hör ihm zu. Gib ihm deine volle Aufmerksamkeit.

Erst dann, wenn du die ganze Situation wahrgenommen hast, reagiere. Die Wahrscheinlichkeit, dass du jetzt in der Lage bist, genau angemessen zu reagieren, ist sehr hoch.

Und vielleicht war die Aufmerksamkeit bereits genug, wer weiß…

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Was ist deine Erfahrung? Schreib unten einen Kommentar, mich interessiert das!

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Was Wut macht, und warum sie so wichtig ist

Einige von uns haben ein großes Bedürfnis, gute, geduldige Mütter zu sein. Auch ich bin sehr für Geduld. Wenn du als Mutter keine Geduld hast, bist du verloren. Aber bedeutet das zwangsläufig, dass wir nicht wütend sein dürfen? Ist Wut eine negative Emotion?

Nein.

Im Gegenteil, Wut ist sehr wichtig. Wut dient dazu, unsere Grenzen wiederherzustellen. Stell dir vor, du könntest nicht wütend sein! Du würdest offen für alle Verletzungen sein und wärst nicht in der Lage, die Wunde zu schließen. Du würdest mit offenen wunden durch die Gegend laufen.

Nicht so gut.

Der Grund, warum Wut einen so schlechten Ruf hat, ist, dass die meisten von uns nicht wissen, wie wir sie auf eine gesunde Art und Weise  einsetzen sollen. Entweder wir richten die Wut gegen uns und schlucken alles, oder wir machen das Gegenteil und verteidigen uns, indem wir unser Gegenüber angreifen. Beides ist nicht gerade gesund.

Die erstere Möglichkeit staut alles auf und lässt uns entweder depressiv werden, oder es knallt irgendwann ganz gewaltig. Die zweite Möglichkeit übertritt die Grenzen meines Gegenübers und sorgt dafür, dass auch er seine Wut einsetzen muss. Höchst wahrscheinlich, indem er dich angreift…

Wie allerdings kann ich meine Grenzen , ohne mein Gegenüber anzugreifen, oder meine Wut runterzuschlucken? Schau dir dafür bitte das Video unten an.

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Wie gehst du mit Wut um? Kennst du noch andere Möglichkeiten, deine Grenzen wiederherzustellen? Schreib einen Kommentar!

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Das nächste Teleseminar ist am 06.10., 13 Uhr!

Thema: An Strafen kommt man nicht vorbei! Oder doch?

Nein, ich werde mein Kind nie strafen! Niemals!

Und dann ist es doch soweit.

Du weißt dir nicht anders zu helfen und schickst dein Kind auf die Bank. Zum Runterkommen. Das Wort Strafe magst du nicht wirklich aussprechen. Ist es wirklich eine Strafe, wenn ich mein Kind zum Runterkommen in sein Zimmer schicke? Man nennt das doch Time-Out! Selbst Experten nennen das eine gute Sache.

Und doch. Irgendwie bleibt ein schlechter Geschmack im Mund. Irgendwie fühlt es sich nicht gut an. Irgendwie bekomme ich doch ein schlechtes Gewissen. Tief drinnen.

Aber was soll ich sonst tun? Wenn ich mein Kind hundertmal gebeten habe, etwas nicht zu tun, wenn es anfängt durchzudrehen, was bleibt mir anderes übrig?

Mal Hand auf’s Herz. Gibt es sowas wie Ohne-Strafen-Erziehen? Ist das nicht utopisch? Continue reading

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Falsches Weinen = Aufmerksamkeit?

Weinen ist eine Sache die ok ist. Also, wenn etwas ernstes ist. Wenn dein Kind hingefallen ist und sich fuuuuurchtbar weh getan hat. Wenn es müde ist, wird das auch noch gerade so akzeptiert als Alarmzeichen. Wenn es enttäuscht ist, kommt es drauf an. Ist es enttäuscht, weil es doch nicht zum Zirkus kann, dann wird es mit der Aussicht auf etwas anderes schnell abgelenkt. Ist es enttäuscht, weil es keinen Lolly kriegt, wird es kritisch. Das kann schnell als Der-will-ja-nur-seinen-Willen-durchsetzen interpretiert werden. Ganz schlimm ist es aber, wenn ein Kind ein “falsches Weinen” rauslässt. Das ist dieses Weinen, wo jeder sofort weiß: “Der will nur Aufmerksamkeit.”

Ja.

Der will nur Aufmerksamkeit.

Und was ist daran schlimm?

Der will Aufmerksamkeit – der will Liebe!

Warum ihm also keine Liebe geben?

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Schreibe unten einen Kommentar! Was ist für dich “falsches Weinen”, und wie gehst du damit um?

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Du hast deinen Ratgeber immer bei dir!

[Diesen Artikel habe ich gerade per email in meinem Newsletter verschickt. Wenn du auch regelmäßig solche Tipps bekommen möchtest, trag dich bitte rechts oben ein! Danke.]

Vor kurzem habe ich diesen Artikel von Susan Hyatt gefunden: Texts from God. Weißt du, eigentlich ist es gar nicht so schwierig, zu wissen, was man zu tun hat. Was man in stressigen Situationen zu tun hat, wie man reagieren soll. Eigentlich weißt du das ganz genau. Leider sind wir gerade dann, wenn’s stressig wird, oder wir emotional werden, dazu nicht in der Lage. Wir sind blockiert, vielleicht hektisch, vielleicht gefangen in Verstrickungen der Gefühlswelt.

Es erfordert Ruhe, um Klarheit zu bekommen. Es erfordert Klarheit, um den richtigen Weg zu finden.

Aber wenn in dir ein Sturm braust?

Susan Hyatt stellt eine ganz einfache Frage: Continue reading

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