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© pixelio/Rolf van Melis

Man mag es kaum glauben, aber auch ich hatte ab und an mit meinem Milchvorrat zu kämpfen (siehe Starker Milchflussreflex), vorzugsweise während den Wachstumsschüben meiner geliebten Tochter. Dann nämlich hatte sie einen solchen Hunger, dass der Mund gar nicht mehr zu gehen wollte! Es kann natürlich auch sein, dass du von Anfang an eher wenig Milch hast, auch dann können diese Tips hilfreich für dich sein. Wenig Milch muss kein Grund sein, das Stillen aufzugeben! Ich weiß, dass viele Mütter gerade während den großen Wachsstumschüben, z.B. um den vierten Monat herum, glauben, die Milch würde ihrem Baby nicht mehr reichen, und anfangen, zuzufüttern, sei es Fertigmilch, sei es feste Beikost. Bitte nicht! Es ist völlig normal, während dieser Zeit ein bisschen Milchmangel zu haben! Wenn du dich aber darauf einstellst und ein paar Dinge beachtest, sollte dein Vorrat bald wieder auf hohem Niveau sein.

Als erstes, und dass gilt während der gesamten Stillzeit: Wieviel trinkst du? Flüssigkeit (und ich meine damit nicht Cola, Saft oder Kaffee) ist extrem wichtig, um genug Milch zu produzieren. Von nichts kommt nichts! Es wird empfohlen, zwischen 3 und 4 l täglich zu trinken! Wenn du keine Lust mehr auf Wasser hast, kannst du auch literweise Tee in dich hineinschütten. Es gibt spezielle Stilltees, meistens sehr teuer, oder aber auch andere milchbildende Tees (siehe unten).

Stille öfter! Je öfter dein Baby an der Brust saugt, desto mehr bekommt dein Körper das Signal „Bitte-jetzt-Milch-bilden“. Auch wenn du vielleicht einen Rythmus etabliert hast – keine Panik: Nach ein paar Tagen wird sich deine Milchproduktion wieder eingependelt haben und du kannst zum normalen Rythmus zurückkehren. Du wirst bemerkt haben, dass dein Baby in dieser Zeit wesentlich öfter nach der Brust verlangt. Gehe diesem Wunsch nach, es hat tatsächlich einen Sinn!

Stille beidseitig! Normalerweise reicht wahrscheinlich eine Seite. Wenn du aber mehr Milch haben möchtest, gilt das gleiche wie oben: Es muss mehr gesaugt werden. Am besten auf beiden Seiten. Erstens produzieren dann beide Brüste gleichmäßig mehr Milch, zweitens  bekommen so beide Seiten viel häufiger und schneller das Bitte-Milch-bilden-Signal, und drittens bekommt dein Baby mehr Milch. Später kannst du wieder zum einseitigen Stillen wechseln (was übrigens auch besser ist, wenn dein Baby schnell unter Blähungen leidet. Beim beidseitigen Stillen bekommt es nämlich oft mehr die stark laktosehaltige Vormilch als die fette Nachmilch, und das kann ins Auge gehen).

Keine Beikost! Auch wenn du glaubst, dein Baby würde von Muttermilch allein nicht satt werden, wenn du zufütterst, vergrößert sich der Abstand zwischen den Stillmahlzeiten, d.h. dein Körper bekommt seltener das Bitte-Milch-bilden-Signal und denkt: „Na, ist doch alles prima!“ – und wird ganz sich ganz bestimmt nicht noch mehr anstrengen…

Trink milchbildende Tees! Erstens deckst du so deinen Flüssigkeitsbedarf (siehe oben), und zweitens gibt es bestimmte Pflänzchen, die milchanregend sind. Da wären: Kümmel, Fenchel, Anis, Geisskraut, Basilikum, Bockshornklee (eine sehr reiche Quelle zu milchbildenden Kräutern findest du hier).Lass aber besser die Finger von Pfefferminz und Salbei! Die bewirken nämlich das Gegenteil und sind sehr gut zum Abstillen geeignet (weitere Kräuter, die du vermeiden solltest, findest du hier).

Es gibt von Weleda auch ein sog. Stillöl. Damit kannst du dir die Brust massieren und so die Milchbildung anregen. Auch Massage ohne dieses Öl ist ganz gut (z.B. während dem Stillen. So kann die Nachmilch schneller nach draußen gelangen und du bekommst evtl. sogar schneller einen Milchspendereflex. Der kann bei wenig Milch nämlich auf sich warten lassen oder sehr schwach ausfallen).

Vermeide Stress. Stress kann sich sehr negativ auf deine Milchproduktion auswirken.

Richtiges Essen: Iss bitte genug, keine Diät! Du brauchst in der Stillzeit etwa 500 kcal mehr als sonst, dass sind ganze 200 kcal mehr als in der Schwangerschaft. Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich gerade mal leer war und Nachschub verlangt wurde, viel Fett essen musste. Meistens habe ich dann auf fetten Fisch mit Brot zurückgegriffen (ich habe zu der Zeit Milchprodukte, eine gute Fettquelle, vermieden, weil meine Tochter evtl keine Milch vertrug – hat sich aber zum Glück als falsch herausgestellt).

Bier oder Malzbier soll wohl die Milchbildung fördern, allerdings würde ich damit vorsichtig sein, weil der Alkohol an dein Baby weitergegeben wird und manche Babys den Geschmack von Bier-Milch nicht mögen.

Auch Kaffee soll sich positiv auf die Milchbildung auswirken, aber hier gilt dasselbe: Das Koffein wird an dein Baby weitergegeben und wirkt auch bei deinem Knirps stimulierend – sollte es also Probleme mit dem Einschlafen geben, lass vielleicht mal den Kaffee weg…

So, ich hoffe, diese Tips helfen dir. Denk immer dran: Entspann dich! Die Zeit geht viel zu schnell vorrüber, als dass sie durch Stress und Sorgen verplempert werden sollte!

Fehlt noch was? Was hat bei dir gewirkt? Schreib einen Kommentar und hilf anderen Mamas weiter!

Lies bitte auch hier:

Starker Milchflussreflex

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