Muss mein Kind mit 6 Monaten unbedingt ganze Mahlzeiten zu sich nehmen?

Warum muss ich eigentlich meiner Tochter spätestens ab dem sechsten Monat Brei geben? Das hab ich mich nun schon länger gefragt. Schließlich war es damals  vor zwei Monaten so, dass sie keineswegs den Eindruck machte, sie käme mit der Milch nicht mehr hin. Ich weiß, dass of gesagt wird, dass die Milch mit 6 Monaten nicht mehr ausreichen würde, dass die Kinder nicht mehr satt werden würden. Genau dasselbe meinen viele auch schon mit 4 Monaten. Dabei handelt es sich lediglich um einen Wachstumsschub, und wenn das Baby entsprechend seinem Hunger öfter angelegt wird, erhöht sich autommatisch die Milchmenge. Genau, wie sich auch die Zusammensetzung den Bedürfnissen des Kindes anpasst. Die Muttermilch ist nach 4 Monaten ganz anders, als mit 3 Wochen, und mit 6 Monaten ist sie wieder komplett anders.

Meine Tochter hat also nie den Eindruck gemacht, sie würde nicht genug zu essen bekommen. Tatsächlich meinte der Kinderarzt, sie wäre für ihr Alter zu schwer. Und das, obwohl ich sie immer voll gestillt habe!

Am Anfang hat sich meine Tochter strikt geweigert, den Brei anzunehmen. Ok, eins, zwei Löffel, aber das war’s auch schon. Nach ein paar Tagen wollte sie gar nichts mehr – bis sie einen Monat später auf den Geschmack kam. Ich finde das erstaunlich, weil Marwa immer ganz scharf darauf war und ist, sich Sachen in den Mund zu stecken und drauf rum zu kauen. Das Highlight war immer, wenn wir zusammen einen Apfel gegessen haben – ich einen Bissen, dann du. Bzw ich durfte ab und zu einmal abbeißen. Sie hat auch schon mit Freude am Apfel gesaugt, als sie noch keine Zähne hatte. Mit ihren zwei unteren Schneidezähnen beißt sie ganze Stücke ab, und kaut sie mit ihrem zahnlosen Kiefer klein, bis sie die Stücke runterschlucken kann. Auch die Banane hielt ihrer Saug- Beiß- Kautechnik nie lange stand.

© Ch. Knoll / pixelio

Warum also sollte sie den Brei verschmähen? Weil es ein wenig schwieriger ist, vom Löffel zu essen? Warum muss sie überhaupt gleich ganze Mahlzeiten via Löffel zu sich nehmen? Ich meine, sie hat 6 Monate nichts anderes gekriegt, als Muttermilch, und zack, auf einmal kann ihr Körper mit ganzen Gemüse-Mahlzeiten klar kommen? Und einen Monat später sogar Fleisch und Fisch und was es nicht alles gibt? Menüs?

Mir wurde gesagt, dass die Muttermilch nicht mehr genug Nährstoffe hätte?. Hmmm. Mag sein, dass gerade derEisengehalt sehr gering ist. Aber: Wenn ich mir so anschaue, was oben reinkommt, und unten wieder rauskommt, dann frage ich mich, was von diesen vielen Nährstoffen meine Tochter eigentlich aufnehmen konnte?! Das sieht ja fast identisch aus! Bis auf den Geruch natürlich. ..

Ich habe daraufhin ein bisschen im Internet geschaut, was andere dazu sagen, und gerade zum Eisengehalt habe ich Folgendes gefunden:

“Eisen ist zu 50% [des Tagesbedarfs] in der Muttermilch im zweiten Lebensjahr erhalten, Kalzium zu 44%, Niacin zu 41 %, Folsäurezu 26% und Riboflavin zu 21%.” Quelle: rabeneltern.org

Hmmmm. Des weiteren heißt es dort:

“Die Kalorien der Muttermilch sind keine leeren Kalorien. „Muttermilch bleibt auch die wichtigste Quelle an hochqualitativem Eiweiss, Vitaminen und anderen Nährstoffen” (Helsing und King, 1982). Hochqualitativ und gut bioverfügbar. Wie viel eines Nährstoffes in der Milch ist, ist nicht die interessante Frage. Wir müssen danach fragen, wie bioverfügbar er ist. Es nutzt also nichts, wenn der Nährstoff nur da ist und das Kind nicht darüber verfügen kann.”

Stimmt. Bei parents.at habe ich noch Folgendes gefunden:

“Muttermilch enthält zwar weniger Eisen als zum Beispiel künstliche Säuglingsnahrung oder Kuhmilch, doch die Verfügbarkeit des Eisens in der Muttermilch ist um ein Vielfaches höher als die des in der künstlichen Säuglingsnahrung enthaltene Eisen.”

Außerdem heißt es dort:

“Der spanische Kinderarzt Dr. Gonzales der für die La Leche liga ein Buch geschrieben hat zum Thema “mein Kind will nicht essen”
hat eine Aufstellung gemacht, wie viel Muttermilch (MM) ein Baby im Alter zwischen neun und zwölf Monaten benötigt, um den empfohlenen Bedarf an verschiedenen Nährstoffen zu decken:

Energie: 830 kcal = 1185 ml MM
Eiweiss: 9,6 g = 910 ml MM
Vitamin A: 350 µg = 700 ml MM
Vitamin B: 0,4 µg = 412 ml MM
Vitamin C: 25 mg = 625 ml MM

Diese Angaben zeigen, dass Muttermilch den Bedarf des Kindes an vielen Nährstoffen lange zu decken vermag.”

Also, im Klartext heißt das: Ja, das Baby braucht beizeiten weitere Nährstoffquellen, aber nicht jetzt, und nicht sofort, und auch nicht ganze Mahlzeiten.

Mir scheint auch, dass die Verdauung der kleinen Helden gar nicht so früh reif für viel feste Nahrung zu sein scheint, wie uns immer glauben gemacht wird. Es scheint extrem viele Babys zu geben, die Verdauungsprobleme haben.

Die Babys scheinen das auch zu wissen. Klar, es gibt einige, die finden Brei total toll und können gar nicht genug davon kriegen. Das ist schön! Aber es gibt mindestens genauso viele, die sich strikt weigern, und so die tägliche Fütterung in

© R. Krautheim / pixelio

eine Breischlacht verwandeln. Aber warum sollten wir uns so anstrengen, den kleinen den vollen Löffel in den Mund zu schieben, nur damit sie es wieder rausspucken oder halb unverdaut wieder ausscheiden? Wissen wir denn wirklich besser, was sie brauchen, als sie selbst? Ich hab mal irgendwo gelesen (ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wo), dass Kinder tatsächlich sehr genau wissen, welche Nahrung sie gerade jetzt brauchen. Es gab da mal einen Test, da wurde den Kindern die Wahl gelassen, was genau sie essen, und alles wurde ihnen zur Verfügung gestellt. Das erstaunliche: Obwohl sie an manchen Tagen praktisch nur Süßigkeiten und “ungesundes Zeugs” zu sich nahmen, hatten sie über die Woche verteilt gesehen einen Ernährungsplan, den ein Ernährungswissenschaftler nicht besser hätte zusammenstellen können.

Was sagt uns das? Hör auf dein Kind! Es weiß sehr wohl, was es braucht, und was es nicht braucht. Nur, weil es heute den Brei verschmäht, heißt das nicht, dass es nie richtig essen wird. Es wird, wenn es soweit ist.

Noch etwas: Ich finde es erstaunlich, dass so ein riesen Tamtam um die körperliche Entwicklung gemacht wird, dass wir bloß nicht das Kind zu früh hinsetzen sollen, weil es dem Rücken schadet, erst wenn es selbst sich hochzieht, aber wenn es um die Ernährung geht, gibt es auf einmal einen klaren Essensplan, der bitteschön genau eingehalten werden soll, ohne dabei Rücksicht darauf zu nehmen, ob das Kind überhaupt soweit ist. Und das sind eben manche früher und manche später.

Was ist mit dir und deinem Baby? Wo du dich tapfer bis nach unten durchgelesen hast, sag, hast du ähnliche Erfahrungen gemacht, oder ging bei euch alles locker-flockig, und du weißt überhaupt nicht, warum sich manche so aufregen? Schreib einen Kommentar und sag mir deine Meinung!

Bitte lies auch hier:

Baby-led weaning oder wie ein Baby auch ohne Brei groß werden kann

Video: Essen wie die Großen – mit 8 Monaten und ungebreit

Gläschen-Brei vs. Selber-kochen – pro/contra

Die Sache mit der Sauberkeit beim Essen

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11 Responses to Muss mein Kind mit 6 Monaten unbedingt ganze Mahlzeiten zu sich nehmen?

  1. Heiko says:

    Also bei uns war es so, das wir mit ca. 5 Monaten und nach Rücksprache mit dem Kinderarzt den ersten Brei gegeben haben. Allerdings war es zuerst auch mehr ausprobieren, was Leon vertragen hat. Bei Karotten konnten wir z.B. die Uhr danach stellen, das er spätestens 30 Minuten nach der Fütterung Blähungen bekommen und wie am Spieß geschrien hat. Und die Vorgaben der Breihersteller, ab wann welcher Brei gegeben werden kann, sind für uns auch nur unverbindlich. Warum sollen wir unserem Kind mit 6 Monaten einen Brei geben, in dem Zwiebeln sind, wenn wir wissen, das er (noch) keine Zwiebeln verträgt?

    [Reply]

  2. Hannah says:

    Gute Frage. Warum muss ein Baby Spaghetti Blognese aus dem Glas bekommen? Wo bleibt denn da der Spass mit den Nudeln und der Soße, die über alle Tapeten verteilt ist?
    Heute hab ich so eine Trink-Milchmahlzeit ab 10 Monaten gesehen. Mit Keks. Zum Trinken! Übrigens viel Zucker und Karamell drin. Muss das denn sein? Wo sind denn da die wichtigen Nährstoffe???

    [Reply]

  3. Heiko says:

    Es schadet nie, sich die Liste der Zutaten durchzulesen, bevor(!) man die Nahrung kauft ;-) Alles, was Zucker enthält, kommt uns nicht in den Einkaufswagen. Leon soll ja nicht eher zum Zahnarzt, als unbedingt nötig ;-)

    [Reply]

  4. marwa says:

    also wir hatten mit der brei-umstellung totales glück. ida hat sich tierisch über den brei gefreut und anfangs “mit händen und füßen” gegessen. war für mich natürlich total stressig und ein riesen theater mit der sauerei, aber ich hab sie machen lassen und entsprechend glücklich war ida. mittlerweile isst sie mittags ihren gemüse/fleisch brei und nachmittags gibt es noch mal obst und grieß. zum einschlafen klappt die flasche nämlich noch besser – und die sauerei ist auch nicht so groß ;-)
    es gibt tage (zähne!!), da verschmäht sie den brei – dann gibt es eben eine flasche. oder sie möchte nicht ganz aufessen. dann ist das halt so! man sollte sich da nicht zu sehr stressen, die kleinen wissen schon, was sie brauchen. wichtig ist natürlich, immer wieder tee oder wasser anzubieten, damit die kleinen nicht verdursten ;-)
    und die zutatenliste der brei-sorten muss man wirklich ganz genau studieren…
    apropos: vielleicht könntest du mal einen eintrag über das pro/contra von selber kochen verfassen? ich bin mir noch total unsicher. ist es wirklich besser, den brei selbst herzustellen? ist gläschen-nahrung nicht heutzutage total sicher?

    [Reply]

    Hannah Reply:

    Die Sauerei ist doch das Lustigste! ;-)
    Hört sich gut an bei euch! Den Beitrag über pro/contra selber kochen schreib ich sehr gerne. Ich wollte aber erst mal was über Baby-led weaning schreiben, bin grad so in Fahrt…
    Stimmt, trinken sollt man immer mal anbieten, da ich aber noch drei Mahlzeiten stille (zweimal bekommt Klein-Marwa Brei), trinkt meine Tochter immer nur zwei/drei Schlücke. Mehr scheint sie nicht zu brauchen…

    [Reply]

  5. marwa says:

    baby-led was? musste ich erstmal googlen! ;-) klingt ja ganz nett – aber das sehe ich erstmal als ergänzung zur normalen beikost… freue mich aber auf deinen artikel und lass mich gern überzeugen! :)

    [Reply]

    Hannah Reply:

    Na, dann hoffe ich mal, ich werde der Vorfreude gerecht. Der Artikel ist geschrieben und online. Jetzt wende ich mich deinem Wunsch-Artikel zu. Ich sage dir (bin gerade bei der Recherche), ich schon einiges lernen können…
    Viele Grüße,

    Hannah

    [Reply]

  6. Jenny says:

    Oh man, endlich finde ich mal einen Artikel, der auf mich und mein Problem mit dem Essen passt. Meine Kleine ist 8 Monate jung und ich habe mir einen riesen Stress und auch schon Sorgen wegem dem Essen gemacht. Sie will einfach nicht mehr essen. Es klappte eine gewisse Zeit besser, aber nun gehen nur 1-2 Löffel in den Mund und dann wird dieser zusammen gepresst. Im Umfeld sieht man immer, wie fein andere Kinder essen, die sogar um einiges jünger sind. Dann kommen von den Müttern auch noch Tipps, wie man es vielleicht besser machen kann, dabei liegt meine kleine Tochte schon immer im oberen Drittel der Gewichtskurve und hat immer gleichmäßig zugenommen.
    Habe mir nun das Buch von Dr.Gonzales bestellt und hoffe, dass ich dann noch mehr beruhigt bin.

    Danke für diesen Beitrag hier, hat mir sehr geolfen

    [Reply]

    Hannah Reply:

    Hallo Jenny,

    das Buch von Dr. Gonzales habe ich auch, ist wirklich sehr beruhigend!
    Solange deine Tochter gut Gewicht hat, brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen. Meine eigene ist jetzt 1,5 Jahre alt, und isst, im Vergleich zu anderen, sehr wenig. Ihre Oberschenkel sind eine wahre Pracht, und sie ist unglaublich gesund und fit. Ich muss dazu sagen, dass ich noch immer stille, dadurch bekommt sie viele Vitamine und Nährstoffe. Anscheinend reicht es auch noch mit 1,5 Jahren, um ihren Po rund sein zu lassen.
    Du brauchst dir also bei deiner 8 Monate-alten Tochter wirklich keine Sorgen zu machen.

    Du kannst auch meinen Gastbeitrag auf still-blog.de lesen: http://www.still-blog.de/ernaehrung/willst-du-mind-1-jahr-stillen-lies-das/

    Alles Gute,

    Hannah

    [Reply]

    Jenny Reply:

    Hallo Hannah,

    ist wirklich schön zu hören, dass es bei dir und sicher auch bei anderen ziemlich ähnlich zu sein scheint. bei unserer kleinen ist es auch so, das michelinmännchen kann einpacken neben unserer kleinen. :o )
    ich werde nun alles ganz entspannt angehen und habe bereits gemerkt, dass es der kleinen und mir dabei besser geht. füttern war immer ein riesen theater und hat überhaupt keinen spaß gemacht. und der druck wurde immer größer, weil dann eben fragen kamen, ob sie denn nun endlich besser isst und wieviel sie isst.
    übrigens, tolle seite mit sehr nützlichen infos. ich werde öfter reinschauen. :o )
    vielen dank.

    [Reply]

  7. Christina says:

    Hi, danke für den Artikel! Leider liest frau so etwas meist nur, wenn sie schon auf “andere Gedanken” gekommen ist, ich hab bsp. nach “baby led weaning” gegoogelt. Ich hätte den Artikel gerne 3 Monate früher gelesen…

    Mein kleiner wird übermorgen 7 Monate alt. Er ist ein richtiger Sauger und saugt sich an allem fest, das er in die Finger und vor den Mund bekommt: Stofftiere, (leere) Löffel, Stuhl- und Tischbeine, seinen Trinklernbecher (lieber leer als voll), den Fußboden… name it, he’s done it, oder so. Mein Partner und ich wollten alles richtig machen und haben, nach 5 Monaten angefangen zuzufüttern, auf Anraten der Kinderärztin und diverser Fachbücher, die nach 4 Monaten propagiert haben und gegen den Rat meiner Schwester (“oh nein, erst nach 6 Monaten!”). Wir haben aber natürlich auch auf die Zeichen unseres Sohns geachtet. Er wollte wirklich essen, hat versucht in unser Essen reinzubeißen, in Banane getunkte Löffel seelig abgelutscht… Also haben wir an einem Wochenende fleißig Kürbis gekocht, zerkleinert, durch ein Sieb gestrichen und waren ganz stolz, als der Kleine die ersten Löffelchen zu sich nahm und dabei über das ganze Gesicht strahlte.

    Als das Wochenende vorüber war und mein Partner wieder arbeiten ging (ich mache derzeit Elternzeit), stellte sich heraus, daß es schwierig ist, dem süßen Liebling Kürbis einzuflößen, wenn er doch lieber die Brust haben will. Das war ein Dilemma: hatte er Hunger, hat er sich strikt geweigert, zu essen und wollte nur die Brust, hatte er keinen Hunger, hat er eher spielerisch einige Löffelchen probiert und dann doch lieber mit seinen anderen Spielsachen gespielt. Glücklicherweise hatte ich den Kürbis in Eiswürfelbehältern eingefroren, dadurch ging nicht immer soviel verloren. Kurz darauf war Weihnachten, wir im Streß, sind ohne vorbereitetes Essen zu meinen Eltern (für einige Tage), also gab es einige Tage lang wieder “nur” Milch. Nach Weihnachten war Pastinake dran. Die mochte unser Sohn auch ganz gerne, zumindest immer einige Löffelchen voll. Anfang Januar sind wir für zwei Wochen in den Urlaub geflogen, mitsamt diverser Pastinakengläschen. Und gemeinsam mit meiner Mutter, die drei Töchter großgezogen hat, hat mein Freund es immer mal wieder geschafft, unserem Sohn ein halbes Pastinakengläschen (von den kleinen) zu verabreichen. Brust war immer noch besser.

    Nach dem Urlaub war Fenchel mit Kartoffel dran. Fand er auch sehr lecker, zumindest zwei bis drei Löffel voll, das war es dann. Eine Bekannte (ihr Sohn ist gleich alt) erzählte mir dann, daß sie ihrem Sohn beim gemeinsamen Essen immer mal ein Stückchen Apfel oder Brotrinde zum lutschen zusteckt und er das gerne mag. Da wir in dem Moment Obstsalat machten, bekam Sohnemann von mir einen Apfelschnitz und hat sich regelrecht daran festgesaugt.

    Zu Hause gab es dann immer mal wieder Brotrinden, Banane oder Apfel, was er toll fand und Brei, was er nur ein paar Löffelchen lang toll fand. Da hab ich dann angefangen, über festere Nahrung nachzudenken. Zumal ich mit dem “Mahlzeiten erstzen” schon von Anfang an Probleme hatte: Welche Mahlzeit denn? Wir haben keine festen. Und das ersetzen der Milchmahlzeit fand ich auch fraglich. Es ist zwar praktisch, irgendwann mal abpumpen zu können (also wenn er eine Mahlzeit ersetzt hat), für Notfälle, aber hatte mir auch Gedanken um die Verminderung der Milch gemacht (wobei ich auch andere Stimmen gehört hatte, daß das so sein soll). Vor drei/vier Tagen habe ich dann das Baby Led Weaning entdeckt und ich glaube, das ist das richtige für’s Kerlchen. Seit genausolanger Zeit kann er auch selbständig sitzen (er krabbelt seit einem halben Monat), also habe ich für unseren Hochstuhl einen Sitzverkleierer besorgt und heute hat er begeistert seine erste Mahlzeit in Festform zu sich genommen. Und dabei sogar Kartoffeln gegessen, wobei der doch bisher Kartoffelgläschen immer verschmäht hat. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht mit uns. Glücklicherweise reicht die Milch noch voll aus und er mampft auch gerne Obst (wenn ich frühstücke).

    Dein Artikel hat mich aber in meiner Annahme das richtige zu tun, bestärkt. Wenn es sich als eine Sackgasse rausstellen sollte, kann ich ja immer noch Brei füttern. Mal sehen, was unser Sohn bevorzugt.

    Lieben Gruß, unbekannterweise,
    Christina.

    [Reply]

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