Muss mein Kind mit 6 Monaten unbedingt ganze Mahlzeiten zu sich nehmen?

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12 Responses to Muss mein Kind mit 6 Monaten unbedingt ganze Mahlzeiten zu sich nehmen?

  1. Heiko says:

    Also bei uns war es so, das wir mit ca. 5 Monaten und nach Rücksprache mit dem Kinderarzt den ersten Brei gegeben haben. Allerdings war es zuerst auch mehr ausprobieren, was Leon vertragen hat. Bei Karotten konnten wir z.B. die Uhr danach stellen, das er spätestens 30 Minuten nach der Fütterung Blähungen bekommen und wie am Spieß geschrien hat. Und die Vorgaben der Breihersteller, ab wann welcher Brei gegeben werden kann, sind für uns auch nur unverbindlich. Warum sollen wir unserem Kind mit 6 Monaten einen Brei geben, in dem Zwiebeln sind, wenn wir wissen, das er (noch) keine Zwiebeln verträgt?

  2. Hannah says:

    Gute Frage. Warum muss ein Baby Spaghetti Blognese aus dem Glas bekommen? Wo bleibt denn da der Spass mit den Nudeln und der Soße, die über alle Tapeten verteilt ist?
    Heute hab ich so eine Trink-Milchmahlzeit ab 10 Monaten gesehen. Mit Keks. Zum Trinken! Übrigens viel Zucker und Karamell drin. Muss das denn sein? Wo sind denn da die wichtigen Nährstoffe???

  3. Heiko says:

    Es schadet nie, sich die Liste der Zutaten durchzulesen, bevor(!) man die Nahrung kauft ;-) Alles, was Zucker enthält, kommt uns nicht in den Einkaufswagen. Leon soll ja nicht eher zum Zahnarzt, als unbedingt nötig ;-)

  4. marwa says:

    also wir hatten mit der brei-umstellung totales glück. ida hat sich tierisch über den brei gefreut und anfangs “mit händen und füßen” gegessen. war für mich natürlich total stressig und ein riesen theater mit der sauerei, aber ich hab sie machen lassen und entsprechend glücklich war ida. mittlerweile isst sie mittags ihren gemüse/fleisch brei und nachmittags gibt es noch mal obst und grieß. zum einschlafen klappt die flasche nämlich noch besser – und die sauerei ist auch nicht so groß ;-)
    es gibt tage (zähne!!), da verschmäht sie den brei – dann gibt es eben eine flasche. oder sie möchte nicht ganz aufessen. dann ist das halt so! man sollte sich da nicht zu sehr stressen, die kleinen wissen schon, was sie brauchen. wichtig ist natürlich, immer wieder tee oder wasser anzubieten, damit die kleinen nicht verdursten ;-)
    und die zutatenliste der brei-sorten muss man wirklich ganz genau studieren…
    apropos: vielleicht könntest du mal einen eintrag über das pro/contra von selber kochen verfassen? ich bin mir noch total unsicher. ist es wirklich besser, den brei selbst herzustellen? ist gläschen-nahrung nicht heutzutage total sicher?

  5. Hannah says:

    Die Sauerei ist doch das Lustigste! ;-)
    Hört sich gut an bei euch! Den Beitrag über pro/contra selber kochen schreib ich sehr gerne. Ich wollte aber erst mal was über Baby-led weaning schreiben, bin grad so in Fahrt…
    Stimmt, trinken sollt man immer mal anbieten, da ich aber noch drei Mahlzeiten stille (zweimal bekommt Klein-Marwa Brei), trinkt meine Tochter immer nur zwei/drei Schlücke. Mehr scheint sie nicht zu brauchen…

  6. marwa says:

    baby-led was? musste ich erstmal googlen! ;-) klingt ja ganz nett – aber das sehe ich erstmal als ergänzung zur normalen beikost… freue mich aber auf deinen artikel und lass mich gern überzeugen! :)

  7. Hannah says:

    Na, dann hoffe ich mal, ich werde der Vorfreude gerecht. Der Artikel ist geschrieben und online. Jetzt wende ich mich deinem Wunsch-Artikel zu. Ich sage dir (bin gerade bei der Recherche), ich schon einiges lernen können…
    Viele Grüße,

    Hannah

  8. Jenny says:

    Oh man, endlich finde ich mal einen Artikel, der auf mich und mein Problem mit dem Essen passt. Meine Kleine ist 8 Monate jung und ich habe mir einen riesen Stress und auch schon Sorgen wegem dem Essen gemacht. Sie will einfach nicht mehr essen. Es klappte eine gewisse Zeit besser, aber nun gehen nur 1-2 Löffel in den Mund und dann wird dieser zusammen gepresst. Im Umfeld sieht man immer, wie fein andere Kinder essen, die sogar um einiges jünger sind. Dann kommen von den Müttern auch noch Tipps, wie man es vielleicht besser machen kann, dabei liegt meine kleine Tochte schon immer im oberen Drittel der Gewichtskurve und hat immer gleichmäßig zugenommen.
    Habe mir nun das Buch von Dr.Gonzales bestellt und hoffe, dass ich dann noch mehr beruhigt bin.

    Danke für diesen Beitrag hier, hat mir sehr geolfen

  9. Hannah says:

    Hallo Jenny,

    das Buch von Dr. Gonzales habe ich auch, ist wirklich sehr beruhigend!
    Solange deine Tochter gut Gewicht hat, brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen. Meine eigene ist jetzt 1,5 Jahre alt, und isst, im Vergleich zu anderen, sehr wenig. Ihre Oberschenkel sind eine wahre Pracht, und sie ist unglaublich gesund und fit. Ich muss dazu sagen, dass ich noch immer stille, dadurch bekommt sie viele Vitamine und Nährstoffe. Anscheinend reicht es auch noch mit 1,5 Jahren, um ihren Po rund sein zu lassen.
    Du brauchst dir also bei deiner 8 Monate-alten Tochter wirklich keine Sorgen zu machen.

    Du kannst auch meinen Gastbeitrag auf still-blog.de lesen: http://www.still-blog.de/ernaehrung/willst-du-mind-1-jahr-stillen-lies-das/

    Alles Gute,

    Hannah

  10. Jenny says:

    Hallo Hannah,

    ist wirklich schön zu hören, dass es bei dir und sicher auch bei anderen ziemlich ähnlich zu sein scheint. bei unserer kleinen ist es auch so, das michelinmännchen kann einpacken neben unserer kleinen. :o )
    ich werde nun alles ganz entspannt angehen und habe bereits gemerkt, dass es der kleinen und mir dabei besser geht. füttern war immer ein riesen theater und hat überhaupt keinen spaß gemacht. und der druck wurde immer größer, weil dann eben fragen kamen, ob sie denn nun endlich besser isst und wieviel sie isst.
    übrigens, tolle seite mit sehr nützlichen infos. ich werde öfter reinschauen. :o )
    vielen dank.

  11. Christina says:

    Hi, danke für den Artikel! Leider liest frau so etwas meist nur, wenn sie schon auf “andere Gedanken” gekommen ist, ich hab bsp. nach “baby led weaning” gegoogelt. Ich hätte den Artikel gerne 3 Monate früher gelesen…

    Mein kleiner wird übermorgen 7 Monate alt. Er ist ein richtiger Sauger und saugt sich an allem fest, das er in die Finger und vor den Mund bekommt: Stofftiere, (leere) Löffel, Stuhl- und Tischbeine, seinen Trinklernbecher (lieber leer als voll), den Fußboden… name it, he’s done it, oder so. Mein Partner und ich wollten alles richtig machen und haben, nach 5 Monaten angefangen zuzufüttern, auf Anraten der Kinderärztin und diverser Fachbücher, die nach 4 Monaten propagiert haben und gegen den Rat meiner Schwester (“oh nein, erst nach 6 Monaten!”). Wir haben aber natürlich auch auf die Zeichen unseres Sohns geachtet. Er wollte wirklich essen, hat versucht in unser Essen reinzubeißen, in Banane getunkte Löffel seelig abgelutscht… Also haben wir an einem Wochenende fleißig Kürbis gekocht, zerkleinert, durch ein Sieb gestrichen und waren ganz stolz, als der Kleine die ersten Löffelchen zu sich nahm und dabei über das ganze Gesicht strahlte.

    Als das Wochenende vorüber war und mein Partner wieder arbeiten ging (ich mache derzeit Elternzeit), stellte sich heraus, daß es schwierig ist, dem süßen Liebling Kürbis einzuflößen, wenn er doch lieber die Brust haben will. Das war ein Dilemma: hatte er Hunger, hat er sich strikt geweigert, zu essen und wollte nur die Brust, hatte er keinen Hunger, hat er eher spielerisch einige Löffelchen probiert und dann doch lieber mit seinen anderen Spielsachen gespielt. Glücklicherweise hatte ich den Kürbis in Eiswürfelbehältern eingefroren, dadurch ging nicht immer soviel verloren. Kurz darauf war Weihnachten, wir im Streß, sind ohne vorbereitetes Essen zu meinen Eltern (für einige Tage), also gab es einige Tage lang wieder “nur” Milch. Nach Weihnachten war Pastinake dran. Die mochte unser Sohn auch ganz gerne, zumindest immer einige Löffelchen voll. Anfang Januar sind wir für zwei Wochen in den Urlaub geflogen, mitsamt diverser Pastinakengläschen. Und gemeinsam mit meiner Mutter, die drei Töchter großgezogen hat, hat mein Freund es immer mal wieder geschafft, unserem Sohn ein halbes Pastinakengläschen (von den kleinen) zu verabreichen. Brust war immer noch besser.

    Nach dem Urlaub war Fenchel mit Kartoffel dran. Fand er auch sehr lecker, zumindest zwei bis drei Löffel voll, das war es dann. Eine Bekannte (ihr Sohn ist gleich alt) erzählte mir dann, daß sie ihrem Sohn beim gemeinsamen Essen immer mal ein Stückchen Apfel oder Brotrinde zum lutschen zusteckt und er das gerne mag. Da wir in dem Moment Obstsalat machten, bekam Sohnemann von mir einen Apfelschnitz und hat sich regelrecht daran festgesaugt.

    Zu Hause gab es dann immer mal wieder Brotrinden, Banane oder Apfel, was er toll fand und Brei, was er nur ein paar Löffelchen lang toll fand. Da hab ich dann angefangen, über festere Nahrung nachzudenken. Zumal ich mit dem “Mahlzeiten erstzen” schon von Anfang an Probleme hatte: Welche Mahlzeit denn? Wir haben keine festen. Und das ersetzen der Milchmahlzeit fand ich auch fraglich. Es ist zwar praktisch, irgendwann mal abpumpen zu können (also wenn er eine Mahlzeit ersetzt hat), für Notfälle, aber hatte mir auch Gedanken um die Verminderung der Milch gemacht (wobei ich auch andere Stimmen gehört hatte, daß das so sein soll). Vor drei/vier Tagen habe ich dann das Baby Led Weaning entdeckt und ich glaube, das ist das richtige für’s Kerlchen. Seit genausolanger Zeit kann er auch selbständig sitzen (er krabbelt seit einem halben Monat), also habe ich für unseren Hochstuhl einen Sitzverkleierer besorgt und heute hat er begeistert seine erste Mahlzeit in Festform zu sich genommen. Und dabei sogar Kartoffeln gegessen, wobei der doch bisher Kartoffelgläschen immer verschmäht hat. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht mit uns. Glücklicherweise reicht die Milch noch voll aus und er mampft auch gerne Obst (wenn ich frühstücke).

    Dein Artikel hat mich aber in meiner Annahme das richtige zu tun, bestärkt. Wenn es sich als eine Sackgasse rausstellen sollte, kann ich ja immer noch Brei füttern. Mal sehen, was unser Sohn bevorzugt.

    Lieben Gruß, unbekannterweise,
    Christina.

  12. Hannah says:

    Hallo Christina,
    es gibt nicht den ‘einen’ Weg. Es gibt viele Wege, und je nach Familie, wird ein anderer gebraucht. Mach es so, wie es für dich angenehm und richtig anfühlt. Dein Sohn bekommt mit Sicherheit noch genug Nährstoffe über die Milch.
    Meine eigene Tochter hatte auch mit einem Jahr noch kleine Phasen, in denen sie lieber nur Milch mochte. Sie war immer gesund und seeeehr proper.
    Viele Grüße,

    Hannah

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