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Hmmm – einseitig oder beiseitig? Beidseitig bedeutet doch ein gleichmäßigeres Saugen und damit eine gleichmäßigere Milchbildung – oder nicht? Jain. Es stimmt schon, dass theoretisch beide Brüste gleichmäßig beansprucht werden, wenn erst auf der einen Seite gesaugt, und nach ein paar Minuten gleich auf der nächsten Seite weiter getrunken wird.

ABER: Die Milch ist nicht die ganze Zeit komplett gleich zusammengesetzt. Die Muttermilch besteht (im Gegensatz zur Flaschennahrung) aus einer Vormilch und aus einer Nachmilch. Die Vormilch ist sehr wässrig und löscht den Durst des Babys. Die Nachmilch wiederum kommt erst nach einer gewissen Zeit und ist recht fetthaltig. Wenn du also schon die Seite wechselst, bevor die Nachmilch kommt, bekommt dein Baby lediglich die wässrige Vormilch auf beiden Seiten ab, während die Nachmilch gar nicht zum Zuge kommt. So gehen deinem Baby ein Haufen wichiger Kalorien und Nährstoffe abhanden! Es ist also besser, erst eine Seite komplett zu leeren, und erst wenn danach noch Bedarf besteht, zur anderen Seite zu wechseln. Beim nächsten Stillen fängst du ganz einfach mit der anderen Seite an. So werden beide Seiten gleich beansprucht, und die Milchproduktion bleibt gleichmäßig.

Noch eine andere Sache ist wichtig: Häufiges Saugen steigert die Milchproduktion! Wenn du also beidseitig stillst, werden beide Seiten mehr beansprucht, als beim einseitigen Stillen, und der Körper bekommt das Signal: Milch machen! Das ist ein Wissen, dass du dir während der berühmten Wachstumsschübe zunutze machen kannst: Während der Wachstumsschübe ist es nämlich wichtig, das die Produktion gesteigert wird, dass bedeutet, je öfter du dein Baby anlegst, desto schneller hat sich dein Körper auf den neuen Bedarf eingestellt. In dieser Zeit kannst du ruhig beidseitig stillen – aber auch hier besser erst die eine Seite richtig leeren, damit dein baby satt wird, und dann erst die andere Seite „anbrechen“. Meistens reicht nämlich in dieser Zeit eine Seite nicht aus, und beide Seiten müssen ran. Danach kannst du wieder auf einseitiges Stillen umstellen.

Noch einen anderen Vorteil hat das einseitige Stillen: Dadurch, dass die Brust immer komplett geleert wird, kannst du Mastitis vorbeugen! Die Infektion, die durch eingedrungene Bakterien (etwa durch wunde Brustwarzen) verursacht wird, breitet sich nämlich besser in einer vollen Brust aus!

Wie kommst du mit dem Stillen zurecht? Hast du eher zu viel oder zu wenig Milch? Oder etwa gerade richtig (soll ja vorkommen 😉 )? Stillst du einseitig oder beidseitig? Schreib einen Kommentar und erzähl!

Foto: Hilde Vogtländer / pixelio.de

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