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Das hier ist ein Artikel für alle diejenigen, die ihr Kind super gerne stillen, auch über die üblichen 9 Monate, vielleicht sogar über die magische 12-Monate-Grenze hinaus, die ihr Kind zum Einschlafen stillen, und sogar in ihrem Bett schlafen lassen.

Für alle, die sich eigentlich sehr wohl mit dem fühlen, was sie tun, denen ihr Instinkt sagt, dass es richtig ist, was sie tun, aber immer wieder zu hören bekommen, dass sie ihr Kind verziehen, dass sie Probleme beim abstillen bekommen werden, dass sie ihr Kind nie wieder aus ihrem Bett rausbekommen, und ihnen Geschichten von Familien aufgetischt werden, wo die Kinder 8 Jahre lang gestillt werden – obwohl noch ziemlich viel Zeit verstreichen muss, bis ihr 18 Monate altes Kind 8 Jahre alt ist.

Ich möchte hier meine eigene Geschichte erzählen, die hoffentlich ein wenig Mut macht, und das schlechte Gewissen beruhigt.

Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre alt.

Ich habe sie von Anfang an gestillt. Tag und Nacht. Ich habe sie zum Einschlafen gestillt und zum Aufwachen. Ich habe sie in meinem Bett schlafen lassen. Und ja, sie ist sehr häufig aufgewacht. Phasenweise so alle 2 Stunden.

Und ich habe mich gut damit gefühlt. Ich habe genug Schlaf bekommen (weil ich im liegen gestillt habe, und nicht wirklich dabei aufgewacht bin). Meine Tochter war glücklich. Ich war glücklich. Wir hatten (und haben) eine starke Verbundenheit.

Das ging so 21 Monate, bis ich irgendwann das Gefühl hatte, dass es Zeit ist, abzustillen. Nicht, weil ich dachte, oh, sie ist jetzt fast 2, ich muss jetzt langsam mal anfangen, sondern ich hatte einfach das Gefühl, dass es Zeit ist. Ich hat mir keinen Spass mehr gemacht, zu stillen. Es hat sich nicht mehr gut angefühlt.

Also habe ich sie abgestillt. Einfach so. Ohne Probleme. Ohne Kampf.

Ich habe ihr gesagt, dass es tagsüber keine Milch mehr geben würde. Freundlich, aber bestimmt. Auch zum Einschlafen nicht. Nur, wenn sie nachts aufwacht. Sie hat es akzeptiert. Sehr gut sogar. Die ersten Tage hat sie nach Milch gefragt, aber als ich ihr jedes mal gesagt habe, dass ich ihr jetzt keine Milch mehr geben würde, und ihr Wasser angeboten habe, hat sie bald gar nicht mehr gefragt (Ein kleiner Tip: Du brauchst hier keine großen Erklärungen geben, wenn dein Kind nicht danach verlangt. Ich merke, dass wenn ich viel rede, es gar nicht für meine Tochter ist, sondern eigentlich eher versuche, für mich Klarheit zu finden. Wenn ich klar bin, sind keine großen Worte nötig. Bedenke bitte auch, dass meine Tochter mit 21 Monaten bereits sehr viel mehr versteht als mit 15 Monaten. Das kann es einfacher machen).

Das Ohne-stillen-einschlafen war ein bisschen schwieriger. Die ersten zwei Tage hat sie geweint. Aber ich war die ganze Zeit bei ihr und habe sie im Arm gehalten, bis sie eingeschlafen ist (Kleiner Tip: Hier merkst du, ob du wirklich abstillen willst, weil DU es willst, oder weil du glaubst, es gehöre sich so, obwohl dein Instinkt dir was anderes sagt. Wenn es wirklich Zeit ist, dann mag es dir zwar weh tun, dass dein Kind weint, aber beim Gedanken an die Alternative (weiterstillen) zieht sich dein Körper zusammen, während sich beim Gedanken an die abgestillte Zeit dein Körper sich öffnet, weitet. Ist es noch nicht soweit, verhält es sich genau andersrum). Und dann ging es ohne Probleme. Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis wir unser neues Einschlafritual gefunden haben, aber das ist ok. Mit der Zeit spielt sich das ein.

Übrigens hat sie auch zur gleichen Zeit ihr eigenes Bett bekommen (unser großes Bett wurde zu klein…). Ich habe einfach eine Matratze neben unser Bett gelegt, und am Anfang bei ihr geschlafen. Absolut kein Problem. Sie hat nicht einen Ton gesagt und ist gleich ganz natürlich in ihr Bett gegangen. Auch heute noch schlafe ich manchmal bei ihr, oder lege mich zum Einschlafen zu ihr, je nachdem, wie die Bedürfnisse sind. Niemals ist daraus das Verlangen entstanden, dass Mama jetzt immer bei ihr zu schlafen hat, oder dass sie in Mamas Bett will.

Nach ca. 1 Monat, als sie sich sehr an das Einschlafen ohne saugen gewöhnt hatte, habe ich ihr dann beim nächtlichen Aufwachen gesagt, dass die Milch alle wäre (was auch stimmte). Sie hat sich einfach umgedreht und weitergeschlafen. Nach zwei Nächten ist sie gar nicht mehr aufgewacht und schläft nun 12 Stunden am Stück durch (toi, toi, toi).

Ich möchte dir noch einmal Mut machen, dass es hier kein richtig oder falsch, kein Muss, Soll, Sonst gibt. Es gibt nur ein „es funktioniert für uns, es fühlt sich gut an“, oder ein „es funktioniert nicht für uns, es fühlt sich nicht gut an“.

Wie ist es bei dir mit dem Abstillen gelaufen? Oder stillst du noch? Ich würde gerne deine Geschichte lesen. Schreib bitte unten einen Kommentar.

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