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Wir hatten gerade eine tolle Telekonferenz, und da ich das Thema wichtig finde, ist hier eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse:

– Es ist kaum möglich, seine Probleme aus der Erziehung/Beziehung fern zu halten, weil unsere Probleme mitbestimmen, wer wir sind, was wiederum unsere Ausstrahlung und unser Auftreten beeinflusst.

– Es sind meist nicht die Probleme an sich, die das Problem sind, sondern die daraus resultierenden Gefühle und das Umgehen damit.

– Man muss unterscheiden zwischen akuten Gefühlsausbrüchen und latenten Themen/Problemen/Gefühlen, die immer unbewusst mitflattern, aber dafür sorgen, dass wir auf bestimmte Situationen mitunter Unangemessen reagieren.

– Bei akuten Gefühlsausbrüchen (insbesondere Wut) kann helfen:

Bewegung (z.B. einmal um den Block rennen/joggen)

Abstand von der Situation gewinnen (auch gerne durch räumliche Trennung) und tief durchatmen. Dabei geht es nicht darum, die Gefühle runter zu schlucken, sondern sie zu fühlen und mit dem Ausatmen loszulassen (ein fffffff beim Ausatmen kann besonders helfen).

Sagen, was mit einem los ist, und klar machen, dass das Kind nichts damit zu tun hat.

Boxen (auf einen Sack oder Kissen), oder tatsächlicher Boxkampf mit einer Person, die deiner Stärke gewachsen ist. Es geht dabei nicht darum, der anderen Person weh zu tun, sondern die Energie in einer Kampfsituation los zu lassen.

-Bei latenten, mitschwingenden Problemen sollte man sich unbedingt Hilfe holen. Außerdem ist ein gesteigertes Bewusstsein für die eigene Befindlichkeit enorm wichtig. Achte besonders auf deine Körpersignale und ob sich Spannung aufbaut, sodass du frühzeitig Druck ablassen kannst.

– Egal, ob es sich um latente oder akute Gefühle handelt, es ist absolut wichtig, offen damit umzugehen. Ein verneinen, verheimlichen oder schönreden der eigenen Gefühle stiftet 1. Verwirrung (unterschiedliche Signale; was du sagst stimmt nicht mit der Wahrnehmung des Kindes überein), 2. eine Verletzung der Gefühle des Kindes (das Kind hat mitbekommen, dass etwas nicht stimmt, und kommt deshalb auf dich zu, sucht nach einer Verbindung. Eine Antwort à la ‚Es ist nichts los, alles gut‘ kappt diese Verbindung und stößt das Kind zurück) und 3. zeigt es indirekt, dass es nicht ok ist, sich nicht gut zu fühlen oder die Gefühle zu zeigen.

– Es ist wichtig, klar zu machen, dass die eigenen Gefühle/Probleme nichts mit dem Kind zu tun haben.

– Beim Sprechen über die Situation/die Probleme kann es helfen auf den Erfahrungsschatz des Kindes zurück zu greifen (etwa, hat das Kind auch manchmal das Bedürfnis, allein zu sein?).

– Es kann auch helfen, ein Bewusstsein zu schaffen, das Gefühlsausbrüche nicht von Dauer sind (‚Ich bin jetzt sauer und will allein sein. Wenn ich fertig bin, komm ich und nehm dich in den Arm‘).

– Auch ein Aufgreifen der Ängste des Kindes kann hilfreich sein (‚Wenn du sauer bist, hast du mich dann noch lieb?‘).

Ich denke, das fasst es ungefähr zusammen.

Wenn du eine Frage oder ein bestimmtes Thema hast, dass du gerne angesprochen hättest, dann schreib mir, damit wir in der nächsten Telekonferenz darüber sprechen können.

Alles Liebe,

Hannah

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