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Mother nursing ChildIch bin Mutter. Ich liebe meine Tochter. Ich möchte, dass sie in jeder Sekunde ihres Lebens genau das spürt.

Ich möchte ihr Nähe geben. Ich habe sie gerne und lange gestillt. Ich habe sie getragen so lange es ging.

Ich genieße es, dass sie tatsächlich zumindest phasenweise noch immer im Familienbett schlafen will.

Ich genieße es, für da sein zu können und zu dürfen.

Liebe und Geborgenheit sind zwei elementare Bestandteile meines Verständnisses von einer Mutter.

Und doch… bin ich ein Mensch.

Ich habe auch noch eine andere Seite.

Diese andere Seite möchte frei sein. Diese andere Seite könnte es niemals etragen, Vollzeitmutter zu sein. Diese andere Seite fordert Unabhängigkeit.

Ich habe einen Krebs-Aszendenten mit dem Mond in Steinbock. Mutter sein ist nicht nur natürlich für mich, es ist auch wichtig. Ich habe hohe Ansprüche. Und diese Ansprüche beziehen sich vorranging darauf, Geborgenheit zu spenden.

Meine Tochter entspricht diesem meinen Anspruch ihrerseits, indem sie extreme Nähe fordert.

Bis zu einem gewissen Grad geht das gut.

Ab einem gewissen Grad wird es mir zu viel.

Denn ich habe auch eine andere Seite.

Meine Sonne.

Meine Sonne ist im Wassermann, für die es das Schlimmste ist, keine Luft zum Atmen zu haben. Die gerne ausbricht. Die den Kopf voller Ideen hat. Für die Unabhängigkeit und Individualität zu den höchsten Gütern gehören.

Krebs und Wassermann, Mond und Sonne, führen einen harten Kampf in mir aus. Der eine will Nähe, die andere will Freiheit. Und der Steinbock in mir will alles richtig machen.

Zuweilen ist es einfach, und meine Tochter und ich liegen auf einer Wellenläge. Dann genieße ich es, dass meine Tochter bei mir schlafen will. Dass sie kuscheln will.

Oder auf der anderen Seite, dass ich ihr ziemlich Schnuppe bin und sie sich lieber mit ihren Freunden auf die andere Seite des Spielplatzes verdrückt.

Zuweilen ist es schwer.

Wenn ich lieber arbeiten will, anstatt mit ihr zu kuscheln.

Wenn ich lieber alleine schlafen will, als bei ihr.

Wenn ich lieber einer Idee nachgehen will, aber sie sich an mich klammert und noch. immer. getragen werden will.

Dann werde ich ungeduldig. Genervt. Sauer.

Es erfordert hohe Willenskraft, in diesen Momenten nicht zu sehr oder ungerechtfertigt zu explodieren. Und damit meinen inneren Kampf auf sie abzuwälzen.

Und es erfordert ein hohes Maß an Willenskraft, eine Lösung zu finden, bei der beide auf ihre Kosten kommen. Eine Und-Lösung, keine Oder-Lösung.

Und manchmal bedeutet das, auf meinen Freiraum zu beharren. Um ihr dann besondere Aufmerksamkeit schenken zu können.

Jeder hat einen Mond und eine Sonne. Jeder führt diesen Kampf auf die eine oder andere Art. Manche mehr, manche weniger. Wie sieht er bei dir aus? Schreib mir einen Komentar.

Image courtesy by Jomphong/freedigitalphotos.net

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