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Wenn jemand wütend ist, so richtig wütend, dann stauen sich eine Menge Gefühle an. Und diese Gefühle wollen raus.

Bei uns Erwachsenen äußert sich das vor allem in der Sprache: Wir schimpfen was das Zeug hält und sagen des öfteren relativ unkluge Sachen, die nicht aus der Objektivität der Vernunft geboren wurden, sondern die aus einem Gefühl heraus stammen. Und dieses Gefühl sagt uns, dass Unrecht begangen wurden.

Wir schimpfen also, um klar zu machen, dass für uns etwas nicht in Ordnung ist.

Wenn du dir ein Kind anschaust, dann wirst du feststellen, dass es zwar auch schimpft, aber nicht so wie wir ,Großen‘. Besonders kleine Kinder können oft nicht einmal benennen, was eigentlich das große Unrecht war, geschweige denn das sie das Vokabular hätten, um sich Luft zu machen.

Sie schreien und weinen. Und werden körperlich aktiv.

Gefühle sind eine körperliche Sache (übrigens auch bei Erwachsenen, nur haben wir gelernt, sie zu verkopfen. Ob das gut ist oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt).

Insbesondere Wut versetzt den ganzen Körper in Aktion. Kinder hauen, schreien und machen kaputt.

Was also tun?

Ich würde generell immer vorschlagen, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben, wenn es gerade keine Gefühlswallungen erlebt. Während dem Wutanfall ist es dazu nicht in der Lage!

Wie fühlst du dich?

Was ist da gerade passiert?

Was macht dein Körper wenn du wütend bist?

Was brauchst du, wenn du wütend bist?

So lernt dein Kind sich selbst zu beobachten und zusätzlich von außen wahrzunehmen, um im Ernstfall nicht komplett die Kontrolle zu verlieren und weder sich noch andere zu verletzen.

Wenn es aber denn mal soweit ist:

Arbeite mit der Energie, die sich da bietet.

Will dein Kind hauen? Rauf mit ihm.

Braucht dein Kind Bewegung? Sorge für entsprechend Platz.

Will dein Kind Sachen kaputt machen? Biete Dinge an, die kaputt gehen dürfen: Altes Geschirr (z.B. in einen alten Kopfkissenbezug gehüllt), Papier, Plastikteller und -schüsseln die man nach Lust und Laune schmeißen kann.

Achtung! Wenn dein Kind sehr klein ist, kann es sein, dass es keine Lust hat, mit Sachen zu schmeißen, die ,erlaubt‘ sind. Sei darauf gefasst, mit Vorschlägen während der akuten Situation auf Ablehnung zu stoßen.

Schätze ein, ob das, was sich dein Kind da greift, in Ordnung ist, oder eine echte Gefahr darstellt und vertage deine Vorschläge besser auf ruhigere Momente. Die Kombination aus Gesprächen in ruhigen Phasen und Präsenz in akuten Momenten bringt langfristige Veränderung.

Der Umgang mit Gefühlen, die so stark sind, dass sie einen schütteln, will gelernt sein. Das braucht Zeit.

Geduld und Verständnis sind angebracht, ebenso wie Konsequenz in dem, was ok ist, und dem, was nicht ok ist.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, über Gefühle zu sprechen sind Bilderbücher, die sich mit dem Thema beschäftigen. Aber warum nicht selbst aufmalen, wie es in dem Körper aussieht und eine eigene Geschichte basteln?

Was ist deine Erfahrung? Wie laufen Wutanfälle in deinem Haus ab und was hilft? Schreib einen Kommentar!

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