Warning: A non-numeric value encountered in /home3/nodo/public_html/wp-content/themes/Divi/functions.php on line 5607

Soforthilfe bei Wutausbrüchen

Wenn jemand wütend ist, so richtig wütend, dann stauen sich eine Menge Gefühle an. Und diese Gefühle wollen raus. Bei uns Erwachsenen äußert sich das vor allem in der Sprache: Wir schimpfen was das Zeug hält und sagen des öfteren relativ unkluge Sachen, die nicht aus der Objektivität der Vernunft geboren wurden, sondern die aus einem Gefühl heraus stammen. Und dieses Gefühl sagt uns, dass Unrecht begangen wurden. Wir schimpfen also, um klar zu machen, dass für uns etwas nicht in Ordnung ist. Wenn du dir ein Kind anschaust, dann wirst du feststellen, dass es zwar auch schimpft, aber nicht so wie wir ,Großen‘. Besonders kleine Kinder können oft nicht einmal benennen, was eigentlich das große Unrecht war, geschweige denn das sie das Vokabular hätten, um sich Luft zu machen. Sie schreien und weinen. Und werden körperlich aktiv. Gefühle sind eine körperliche Sache (übrigens auch bei Erwachsenen, nur haben wir gelernt, sie zu verkopfen. Ob das gut ist oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt). Insbesondere Wut versetzt den ganzen Körper in Aktion. Kinder hauen, schreien und machen kaputt. Was also tun? Ich würde generell immer vorschlagen, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben, wenn es gerade keine Gefühlswallungen erlebt. Während dem Wutanfall ist es dazu nicht in der Lage! Wie fühlst du dich? Was ist da gerade passiert? Was macht dein Körper wenn du wütend bist? Was brauchst du, wenn du wütend bist? So lernt dein Kind sich selbst zu beobachten und zusätzlich von außen wahrzunehmen, um im Ernstfall nicht komplett die Kontrolle zu verlieren und weder sich noch andere zu verletzen. Wenn es aber denn mal soweit ist:...

Selbstbewusstsein und Monster High

Meine Tochter – fasst 6 Jahre alt – spielt gerne mit Puppen. Vor allem mit neuen Puppen. Und weil das so ist, überlege ich mir sehr, ob ich sie in einen Laden mit Spielzeugabteilung mitnehme. Was nicht immer vermeidbar ist. Also kann ich folgende Geschichte erzählen: Eigentlich wollten wir ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund suchen. Aber da waren soooooooo viele NEUE Barbie-Puppen. Die alle herrlich glitzerten und blinkten, und überhaupt so aussahen, als könnte man ganz großartig mit ihnen spielen. Zunächst war Marwa dennoch recht wählerisch. Schließlich kann sie nicht mit irgendeiner Puppe spielen. Sie muss schon ganz besonders und auf die richtige Art und Weise glitzern. Aber nach dem ich zu einigen Puppen recht eindrucksvoll ‚Nein‘ gesagt hatte, und sie darauf hingewiesen hatte, dass wir eigentlich ein Geburtstagsgeschenk für jemand anderen suchen, dessen Geschmack eher in einem anderen Regal seine Repräsentation findet, wurde sie in ihrer Not recht wahllos. Was wenig nutzte. Bis sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Bekommen einer Monster-High-Puppe lenkte. Für diejenigen, die nicht ganz so genau wissen, was es mit einer solchen Puppe auf sich hat: Eine Monster-High-Puppe basiert auf einem Charakter aus der Zeichentrick-Serie ‚Monster High‘ und sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus. Sie ist spindeldürr, hat länger-wirkende Beine als Barbie, kurze Arme, die in spinnenartigen Fingern enden, einen Rücken, der so dermaßen im Hohlkreuz ist, dass ich sofort an Rückenschmerzen denken muss, einen riesigen Kopf und meist gaaaaaaaanz viel Farbe. Überall. Ich gewillt, meiner Tochter ein erneutes ‚Nein‘ entgegenzuschmettern, und ihr zu erklären, dass diese Puppe absolut nicht dem Frauenbild entspricht, das ich versuche ihre beizubringen. Eine Puppe, die sämtliche Klischees und Werbe-bäh in...

Ich wünschte, ich hätte das gewusst, als ich noch zur Schule ging

Ich war eine gute Schülerin. Hatte eigentlich, bis auf wenige Momente nie Probleme. Mein Abitur gehörte mit einem Durchschnitt von 1,9 zu den besten (aber noch nicht zuuuu streberhaft. Immer noch menschlich…). Der Grund, warum ich so gut und war, war weil ich ein sehr gutes Gespür dafür hatte, was meine Lehrer hören wollen. Und weil ich ein Talent habe, gut formulieren zu können. Aber Schule war grauenhaft für mich. Denn hier ist der Knackpunkt: Ich habe immer das geschrieben, was Lehrer hören wollen. Manchmal hatte ich Spass daran. Besonders, wenn mich eine Klausur zu neuen Erkenntnissen brachte. Es gab ein paar Lehrer, die zum Nachdenken anregten. Aber meistens habe ich Aufgaben erfüllt. Seelenlos. Ich habe es nie gewagt, die Aufgaben mit meiner Seele zu füllen. Obwohl ich sehr wohl wusste, dass ich Dinge abändern kann. Meine Mutter meinte immer: „Du kannst alles schreiben, du musst es nur gut begründen können.“ Ich habe es nicht gewagt. Ich hätte klar sagen können, was ich wie anders machen will, was ich wie anders einbringen möchte. Aber ich habe es nie getan. Weil ich mich nicht getraut habe. Aber auch, und vor allem, weil ich nicht wusste, was ich wie einbringen will. Nach einiger Zeit des Aufgabenerfüllens, das in gewisser Hinsicht seine Berechtigung hat, stumpft man ab. Man kommt nicht auf die Idee, sein Gehirn einzuschalten, wirklich einzuschalten, und zu überlegen, was man wie eigentlich machen und lernen will, und wie man das dann entsprechend in Unterricht und Klausuren einbringen kann. Was im Übrigen wahrscheinlich für Probleme bei der Bewertung gegeben hätte. Glück für die Lehrer. 😛 Heute sitze ich an meiner...

Was wirklich zählt….

Die Geburt meiner Tochter liegt nun fast 6 Jahre zurück, aber, besonders da ich irgendwann noch ein zweites Kind möchte, beschäftigt mich die Abschaffung der freiberuflichen Hebammen sehr. Lange habe ich das ganze für einen schlechten Scherz gehalten, der sich irgendwann auflösen wird. Aber es sieht nicht danach aus. Daraufhin bin ich sehr wütend geworden. Und verzweifelt. Weil mir dadurch die Entscheidungsfreiheit über meinen eigenen Körper genommen wird. Und das bin ich noch immer. Aber mir wird klar, was für ein schlechtes Bild ich von Krankenhäusern habe. Und ehrlich gesagt ist es doch so: Egal, wo ich mein Kind zur Welt bringe, ich sollte es in einer Atmosphäre voller Sicherheit und Geborgenheit tun dürfen, in der Gewissheit, dass ich und mein Körper ernst genommen werden. Dass, auch wenn manche Dinge (wirklich!) medizinisch notwendig werden, mir trotzdem Respekt entgegengebracht wird. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Egal, wo ich mein Kind zur Welt bringe, ich möchte, dass diejenigen, die mich begleiten, meine Fähigkeit und mein Potential sehen. Ich möchte, dass sie mich als den starken Menschen sehen, der ich bin, und das großartige, was mein Körper zu leisten fähig ist – auch wenn ich vor Schmerzen schreien sollte und auf Hilfe angewiesen bin. Denn gerade dann brauche ich es, dass die mich betreuenden Menschen meine Fähigkeit sehen. Und mir immer das Gefühl geben, Herrin über mich selbst zu sein. Egal, wo ich mein Kind zu Welt bringe. Denn wenn ich das habe, ist es mir im Grunde egal, wie das Haus aussieht, in dem gebäre. Deswegen ist es für mich persönlich sehr wichtig zu wissen: Wer von euch hat sein Kind...

Mein Körper – Meine Entscheidung

Ob ich verhüte oder nicht – meine Entscheidung! Ob ich abtreibe oder nicht – meine Entscheidung! Ob ich mit einem Mann schlafe, mit einer Frau oder beiden – meine Entscheidung! Ob und wie ich Sex habe oder nicht – meine Entscheidung! Ob ich eins, zwei, fünf oder kein Kind habe – meine Entscheidung! Ob ich stille oder nicht – meine Entscheidung! Es ist mein Körper. Ich entscheide, was ich damit tue und wie ich damit umgehe. Ob ich einen Kaiserschnitt wünsche oder eine Spontangeburt – meine Entscheidung! Ob ich eine PDA wünsche oder nicht – meine Entscheidung! Ob ich in ein Krankenhaus, in ein Geburtshaus gehe oder zu Hause bleibe – meine Entscheidung! Ich mache die Arbeit, ich habe die Schmerzen, ich bringe mein Kind auf die Welt. Zu bestimmen, wo und wie ich mein Kind zur Welt bringe, bedeutet Kontrolle über meinen Körper und meine Entscheidungen zu übernehmen. Es steht keinem Politiker, keiner Versicherung und keinem Arzt zu, diese Entscheidungen für mich zu treffen. Mein Körper – meine Entscheidung. Die Hebammen kämpfen um ihre berufliche Zukunft und wir kämpfen um die Kontrolle über unseren...

Bin ich eine gute Mutter?

Ich habe ziemlich hohe Ansprüche an mich selbst, wenn es um das Muttersein geht. Interessanterweise geht es bei mir nicht so sehr darum, ob ich meine Tochter dazu bringe, möglichst früh lesen und schreiben zu lernen, sie sich perfekt benimmt und immer gut aussieht. Tatsächlich habe ich wesentlich andere Prioritäten als den äußeren Schein. Mich kümmert nicht, wie früh sie schreiben kann, sondern wie sie schreiben lernt; ob es sie interessiert und Spass hat. Ob es sie stärkt. Mich kümmert auch nicht, wenn sie frech ist. Mir ist eher wichtig, dass sie Respekt hat. Frech und respektlos sein sind zwei Paar Schuhe. Und mich kümmert es auch nicht, wie ihre Klamottenzusammenstellung aussieht, weil sie schon immer selbst sehr viel Wert darauf gelegt hat, auch wenn ihr Geschmack nicht unbedingt Mainstream ist. Sie muss glücklich mit ihren Klamotten sein, nicht ich. Das alles läuft also recht entspannt. Ich habe aber auch einen ganz besonders hohen Anspruch, der nicht immer machbar ist: Ich möchte, dass sich meine Tochter geborgen fühlt. Das geht, wenn ich sie in den Arm nehme, und auch, wenn wir friedlich etwas zusammen unternehmen. Das geht nicht, wenn wir uns streiten. Beim Streit geht es nicht darum, sich Nahe zu stehen und sich lieb zu haben. Im Streit werden Positionen vertreten. Es wird gekämpft. Streit ist ziemlich egoistisch. Ich kann nicht streiten und gleichzeitig mein Kind in den Arm nehmen. Dafür sind die Energien zu entgegengesetzt. Ich kann nicht streiten und gleichzeitig lieb und nett sein. Ich kann fair sein. Aber trotzdem geht es im Moment des Streits nicht darum, sich zu mögen. Es geht nicht um Verbindung, es geht um...

Dieses Gangsta-Video hat Style!

Lasst mal beiseite, dass es sich hierbei um Werbung handelt (warum kommt Werbung aber auch auf solche tollen Ideen?). Dieses Video ist cool. Sehr cool. Und irgendwie gar nicht mal soooo weit von der Realität entfernt. Enjoy: In diesem Sinne: ‚Nipples up, ladies! I’ll show you some scream-free parenting!‘ Wenn du noch nicht ganz Gangsta-Status erreicht hast: Trag dich für meinen Newsletter ein, und auch du wirst deinen Style finden. Ähnliche Artikel Starker Milchflussreflex Einseitig oder beidseitig stillen? Nein, es ist nicht schwierig, ein 2-jähriges Kind ... Video: Trag dein Baby auf dem...

Tip: Was hilft einem Kind, das keine Kleidung erträgt?

Falls jemals der Eindruck entstanden sein sollte, bei uns würde alles rund laufen – das tut es nicht! Es gibt Zeiten, da bin ich recht verzweifelt. So z.B. beim Thema Anziehen. Hast du jemals eine Stunde damit zugebracht, deinem Kind dabei zu helfen sich zu überwinden, Socken anzuziehen? Ja? Dann weißt du ja, wovon ich spreche… und könntest einen Tip gebrauchen. Und vielleicht hast du einen Tip für mich, den du unten in die Kommentare schreiben kannst? Hier ist das Problem: Meine Tochter ist sehr wählerisch. Und ist sehr empfindlich was Klamotten auf ihrer Haut betrifft. Das einzige, was geht, sind hauchdünne Leggings (ja, es ist Winter… sie ist bereit, sich wenigstens Stulpen überzuziehen…). Aber auch da nicht alle. Und nicht immer dieselben paar. Klamotten stören. Nähte stören. Schiefsitzende Socken stören. Bilder, die nicht absolut gerade sind, stören. Socken, die nicht hoch genug gezogen sind, stören. Fester Stoff stört sowieso. Unterhosen unter Hosen stören. Strumpfhosen stören. Enge Hosen stören. Weite Hosen stören. So sehr, dass sie sofort vom Leib gerissen werden müssen, wenn sie nur die Haut berühren (oder auch wahlweise, wenn wir gerade zur Tür hinaus wollen). Es ist anstrengend. Es ist nervenzehrend. Für uns beide. Also was tun? Logische Argumente? Kommen nicht durch in der Verzweiflung des Augenblickes. Ruhig bleiben und etwas anderes aussuchen? Nach drei mal Kleiderwechseln ist jede Ruhe verflogen. Aber es gibt zwei Dinge, die bisher geholfen haben: 1. Nach dem Anziehen: Sie auffordern, die Füße zu spüren. Das lenkt sie ab, lässt sie zur Ruhe kommen, und mit etwas Glück schafft sie es über den ersten Impuls, sich die Kleider vom Leib zu reißen hinaus....

Equus-Coaching-Workshop. Oder: Pfeeeeeeeeerde!

Hallo meine Lieben! Ein frohes, neues Jahr wünsche ich euch! Ich möchte dieses Jahr damit starten, euch über etwas unglaublich tolles zu erzählen: Pfeeeeeerde! Ich schätze, es gibt einige unter euch, die zumindest als Kinder in Pferde vernarrt waren. Ich schätze auch, dass einige von euch es immer noch sind, aber nur ein Bruchteil davon es wirklich (noch) mit ihnen zu tun hat. Was sehr schade ist. Ich gehöre nämlich dazu. Wenn ich mich an meine (aktive) Pferdenarrzeit zurückerinnere, dann erinnere ich mich an Verbundenheit. Pferde haben eine ganz besondere Ausstrahlung, und selbst wenn wir nicht mit ihnen sprechen können wie mit Menschen, dann ist es doch vielleicht gerade das, was diese Verbundenheit ausmacht: Die Fähigkeit, ohne Worte zu kommunizieren. Es lässt mich ruhiger werden und mit Gefühl sprechen. Das, was unter diesen Worten liegt wahrnehmen. All das, was im Grunde nur ablenkt (Worte) ist auf einmal weg. Ich habe ein Wesen vor mir, und ich kann dieses Wesen spüren. Wie du vielleicht auch, hatte ich eine Zeit, in der ich geritten bin. Was toll ist. Aber um ehrlich zu sein, hat mir dabei immer etwas Wesentliches gefehlt: Die Möglichkeit, ohne Lehrplan und bestimmten, auferlegten Forderungen mit dem Pferd in Kontakt zu treten. Die Zeit, wirklich das Pferd kennen zu lernen, bevor ich auf seinen Rücken klettere und hü! rufe. Und das ist genau das, was mich am Equus-Coaching so brennend interessiert. Du kommunizierst mit einem Pferd, ohne es zu reiten. Ohne am Strick zu ziehen. Ohne laute Kommandos zu rufen. Du lernst das, worin wir leider nicht so gut sind, was aber 90% (oder so) der Kommunikation ausmacht:...

Wie viel ernst zu nehmender Mensch steckt in einem Kind?

Ich weiß nicht, wie weit du dich zurückerinnern kannst, aber ich kann mich sehr weit und sehr gut an meine Kindheitserlebnisse erinnern. Meine ersten Erinnerungen fangen mit ca. 2,5/knapp 3 an und werden umfassender und häufiger je älter ich wurde. Dabei fällt mir auf: Ich kann mich nicht nur sehr gut an die Situation erinnern, vor allem kann ich mich an meine Wahrnehmung und mein Verständnis von mir selbst als Mensch erinnern. Ich kann dir versichern: Ich war niemals klein. Ich war niemals unreif. Ich habe mich niemals als unwissendes Kind gefühlt. Oder als halber Mensch. Meine Gefühle waren genauso echt, wie sie es jetzt sind. Meine Aktionen und Interaktionen genauso ernst zu nehmen wie sie es heute sind. Sicher, ich bin gereift. Ich habe dazu gelernt. Ich bin reflektierter. Bedachter. Meine Meinungen haben sich über manche Dinge geändert. Ich habe andere Prioritäten. Ich habe mich entwickelt, genau so, wie ich mich weiter entwickeln und verändern und reifen werde. Aber die Wahrnehmung meiner Selbst, als echten, ernst zu nehmenden Menschen, die hat sich nicht geändert und die wird sich auch niemals ändern. Dieses Wissen um die Ernsthaftigkeit der Selbstwahrnehmung in jedem von uns, egal wie groß oder klein, egal, wie die äußere Form auch aussehen mag, prägt meinen Umgang mit meiner Tochter sehr. Ich hoffe, das tut es auch bei dir. Denn die Antwort auf die Frage im Titel ist: 100%. Was meinst du dazu? Schreib einen Kommentar! Image courtesy by arztsamui /...