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Ich wünschte, ich hätte das gewusst, als ich noch zur Schule ging

Ich war eine gute Schülerin. Hatte eigentlich, bis auf wenige Momente nie Probleme. Mein Abitur gehörte mit einem Durchschnitt von 1,9 zu den besten (aber noch nicht zuuuu streberhaft. Immer noch menschlich…). Der Grund, warum ich so gut und war, war weil ich ein sehr gutes Gespür dafür hatte, was meine Lehrer hören wollen. Und weil ich ein Talent habe, gut formulieren zu können. Aber Schule war grauenhaft für mich. Denn hier ist der Knackpunkt: Ich habe immer das geschrieben, was Lehrer hören wollen. Manchmal hatte ich Spass daran. Besonders, wenn mich eine Klausur zu neuen Erkenntnissen brachte. Es gab ein paar Lehrer, die zum Nachdenken anregten. Aber meistens habe ich Aufgaben erfüllt. Seelenlos. Ich habe es nie gewagt, die Aufgaben mit meiner Seele zu füllen. Obwohl ich sehr wohl wusste, dass ich Dinge abändern kann. Meine Mutter meinte immer: „Du kannst alles schreiben, du musst es nur gut begründen können.“ Ich habe es nicht gewagt. Ich hätte klar sagen können, was ich wie anders machen will, was ich wie anders einbringen möchte. Aber ich habe es nie getan. Weil ich mich nicht getraut habe. Aber auch, und vor allem, weil ich nicht wusste, was ich wie einbringen will. Nach einiger Zeit des Aufgabenerfüllens, das in gewisser Hinsicht seine Berechtigung hat, stumpft man ab. Man kommt nicht auf die Idee, sein Gehirn einzuschalten, wirklich einzuschalten, und zu überlegen, was man wie eigentlich machen und lernen will, und wie man das dann entsprechend in Unterricht und Klausuren einbringen kann. Was im Übrigen wahrscheinlich für Probleme bei der Bewertung gegeben hätte. Glück für die Lehrer. 😛 Heute sitze ich an meiner...

Equus-Coaching-Workshop. Oder: Pfeeeeeeeeerde!

Hallo meine Lieben! Ein frohes, neues Jahr wünsche ich euch! Ich möchte dieses Jahr damit starten, euch über etwas unglaublich tolles zu erzählen: Pfeeeeeerde! Ich schätze, es gibt einige unter euch, die zumindest als Kinder in Pferde vernarrt waren. Ich schätze auch, dass einige von euch es immer noch sind, aber nur ein Bruchteil davon es wirklich (noch) mit ihnen zu tun hat. Was sehr schade ist. Ich gehöre nämlich dazu. Wenn ich mich an meine (aktive) Pferdenarrzeit zurückerinnere, dann erinnere ich mich an Verbundenheit. Pferde haben eine ganz besondere Ausstrahlung, und selbst wenn wir nicht mit ihnen sprechen können wie mit Menschen, dann ist es doch vielleicht gerade das, was diese Verbundenheit ausmacht: Die Fähigkeit, ohne Worte zu kommunizieren. Es lässt mich ruhiger werden und mit Gefühl sprechen. Das, was unter diesen Worten liegt wahrnehmen. All das, was im Grunde nur ablenkt (Worte) ist auf einmal weg. Ich habe ein Wesen vor mir, und ich kann dieses Wesen spüren. Wie du vielleicht auch, hatte ich eine Zeit, in der ich geritten bin. Was toll ist. Aber um ehrlich zu sein, hat mir dabei immer etwas Wesentliches gefehlt: Die Möglichkeit, ohne Lehrplan und bestimmten, auferlegten Forderungen mit dem Pferd in Kontakt zu treten. Die Zeit, wirklich das Pferd kennen zu lernen, bevor ich auf seinen Rücken klettere und hü! rufe. Und das ist genau das, was mich am Equus-Coaching so brennend interessiert. Du kommunizierst mit einem Pferd, ohne es zu reiten. Ohne am Strick zu ziehen. Ohne laute Kommandos zu rufen. Du lernst das, worin wir leider nicht so gut sind, was aber 90% (oder so) der Kommunikation ausmacht:...

Was Introvertierte brauchen, um extrovertiert zu werden

Ich habe in letzter Zeit des öfteren zum Teil informationsreiche, zum Teil recht witzige Artikel und Comics zum Thema introvertiert gelesen und muss sagen, dass mir da etwas aufstößt. Introvertierte werden zum großen Teil als Menschen beschrieben und gesehen, die lieber alleine sind, möglichst ein Buch lesend oder träumend. Aber ich muss sagen, das stimmt so nicht. Ich würde mich selbst als introvertiert bezeichnen, und während ich kein Problem damit habe, allein zu sein und auch meist recht gern allein bin, heißt das nicht, dass ich nicht zuweilen recht extrovertierte Züge habe oder dass ich gar die Gesellschaft von Menschen meiden würde oder nicht wollte. Im Gegenteil. Ich brauche die Gesellschaft und Nähe von anderen Menschen. Ich brauche die Verbindung zu anderen Menschen. Und genau da ist auch der Punkt. Ich brauche eine Verbindung, die über Smalltalk hinausgeht. Mit Smalltalk kann ich nichts anfangen, es lässt mich unsicher werden. Auf eine Party zu gehen, bei der ich kaum jemand kenne, sprich ich keine emotionale Verbindung zu jemandem habe, ist ein Grauen. Und dieses Grauen führt dazu, dass ich mich verschließe und infolgedessen ist es noch schwieriger, aus mir rauszukommen. Was Introvertierte tatsächlich brauchen ist zunächst einmal Sicherheit. Sie müssen erst einmal ankommen, die Fühler ausstrecken, vielleicht erst mal im Hintergrund beobachten können, ein Gefühl für die Umgebung und die Leute bekommen. Das zweite, was Introvertierte brauchen, ist das Gefühl, willkommen zu sein. D.h., du gibst ihnen die Zeit im Hintergrund, die sie brauchen, bist aber jederzeit bereit, zur Seite zu rücken und sie einzubinden, wenn sie soweit sind. Und das dritte, was Introvertierte unter Umständen zu Extrovertierten werden lässt,...

Für alle, die bei einem Konflikt stumm wie ein Fisch werden

Wahrscheinlich bist du ein Mensch, der sehr redegewandt ist. Du kannst dich ausdrücken. Du bist intelligent. Reflektiert. Sprich, normalerweise bist du des Sprechens mächtig. Und doch. Wenn dich jemand verbal angreift oder dich von der Seite anmachst, wirst du plötzlich stumm wie ein Fisch. All die Worte, die du hättest vorbringen können (und die dir hinterher einfallen) – weg. Glaub mir, du bist nicht die einzige, der es so geht. Du bist in guter Gesellschaft. Es ist also alles in Ordnung mit dir. Lass uns einmal anschauen, was mit dir in dem Moment, indem du dich angegriffen fühlst passiert: Angegriffen ist hier auch gleich das richtige Wort. Egal, was dein intelligentes Hirn objektiv über die Situation denken mag, auf tieferer Ebene erlebst du gerade eine Attacke, wahrscheinlich sogar einen Überraschungsangriff. Dein Körper entscheidet blitzschnell, dass es hier um mehr geht, als du rational verarbeiten kannst, hier geht es um Leben und Tod. Dein Reptilienhirn übernimmt und setzt alle anderen Bereiche des Denkens aus. Es versetzt dich in den Fight-or-Flight-Modus. Würdest du einem Säbelzahntiger gegenüberstehen, würde dich dieser Fight-or-Flight-Modus retten. Es gibt hier nämlich nur zwei Optionen – kämpfen oder flüchten. Und alles passiert instinktiv. Dadurch wird wertvolle Zeit gespart. Hier, in dieser Situation, gibt es keinen Säbelzahntiger, nichts bei dem du physisch in Aktion treten könntest. Aber auch hier könntest du kämpfen oder flüchten. Du könntest kämpfen, d.h. zurück schreien. Oder flüchten. Was dich verbal verstummen lässt. Du fällst in eine Schockstarre. Wie ein Käfer, der sich tot stellt. Um das zu erkennen, denke einmal an eine in Frage kommende Situation zurück. Achte nun einmal weniger darauf, was vor...

Der wahre Grund, warum du versuchst, dich zu erklären

Ich gehe mal davon aus, dass du zu denjenigen gehörst, die relativ empathisch sind und die daran interessiert sind, dass wir alle gut miteinander können. Und wenn dem so ist, dann kennst du sehr wahrscheinlich auch diese Situation: Du unterhältst dich mit jemandem. Und bekommst das Gefühl, völlig falsch verstanden und/oder gesehen zu werden. Also versuchst du, dieses Bild zu korrigieren. Du fängst an, zu erklären. Aber der andere scheint immer noch nicht zu verstehen. Also versuchst du weiter, dich zu erklären, und noch ein bisschen mehr zu erklären, in der Hoffnung, irgendwann ein Zeichen deines Gegenübers zu bekommen, dass er dich gehört hat. Leider kommt dieser Moment höchst wahrscheinlich nicht, und du verlässt das Gespräch mit der Panik, nun vollkommen unten durch zu sein, oder noch schlimmer, du zweifelst an dir selbst. Dabei ist nichts von dem, was dir dein Gehirn in einem Anflug von Selbstzerstörung einredet, wahr. Alles ist gut. Du bist vollkommen in Ordnung, und ob der andere dich letzten Endes doch verstanden hat oder nicht, ist ganz sicher nicht das Ende der Welt. Auch wenn es sich so anfühlt. Es handelt es sich lediglich um eine gescheiterte Kommunikation. Hier ist, was gerade wirklich passiert ist: Ihr seid von Anfang in zwei vollkommen verschiedenen Modi: Du bist in diesem Gespräch, um mit dem anderen auf eine Ebene zu kommen und in gewisser Weise eine Verbindung einzugehen. Der andere ist in dem Gespräch, um seine Meinung, sprich, sein Ego kund zu tun. Was im Grunde kein Problem ist, aber es ist sehr wichtig, dies zu erkennen, denn ihr beide kommt mit völlig unterschiedlichen Erwartungen in dieses Gespräch. Wenn...

Eine starke Geburt – oder das Leben in einer Nussschale

Du hast dich vorbereitet. Du weißt, wie eine Geburt abläuft. Entweder durch einen Geburtsvorbereitungskurs oder durch die zahlreichen anderen verfügbaren Informationsquellen. Vielleicht warst du sogar richtig gut und hast einen Yoga-Kurs besucht und intensiv das Wehenveratmen geübt. Du bist vorbereitet. Du hast eine genaue Vision wie du wann was tun wirst. Hast dir extra einen Platz im Geburtshaus gesichert, weil du dich da sicher, geborgen und gut betreut fühlst. Und dann setzen die Wehen ein. Kein Problem, schließlich weißt du, was zu tun ist: Becken kreisen, atmen. Voilà. Kein Problem. Aber dann fangen die Probleme an. Die Realität weicht von der Vorstellung ab. Das Köpfchen deines Kindes will sich nicht so drehen, wie es soll. Du musst eine andere Position einnehmen. Kannst dich nicht mehr bewegen, wie du willst. Und dann setzen sie ein, die Schmerzen. Und mit ihr die Fight-or-Flight-Reaktion. Fliehen kannst du nicht mehr – schließlich ist eine freie Bewegung nicht mehr möglich. Also kämpfst du dagegen an. D.h., du spannst dich an. Die Schmerzen sollen weg. Du willst sie nicht spüren. Du willst die Kontrolle behalten. Und so kämpfst du weiter, spannst dich an. Es tut weh. Sehr weh. Und es dauert Stunden. Aber in diesen Stunden passiert etwas: Du wirst müde. Du hast dich abgekämpft. Und so langsam stumpfst du ab. Dein Widerstand reibt sich auf. Und irgendwann kommt der Moment: Es ist egal. Egal, ob du Schmerzen hast. Egal, ob du reißt. Du gibst dich hin. Du lässt deinen Körper machen, was er will. Lässt ihn agieren und reagieren, wie er will. Dein Verstand gibt auf. Löst sich auf. Auf einmal empfindest du Ruhe....