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Wie viel ernst zu nehmender Mensch steckt in einem Kind?

Ich weiß nicht, wie weit du dich zurückerinnern kannst, aber ich kann mich sehr weit und sehr gut an meine Kindheitserlebnisse erinnern. Meine ersten Erinnerungen fangen mit ca. 2,5/knapp 3 an und werden umfassender und häufiger je älter ich wurde. Dabei fällt mir auf: Ich kann mich nicht nur sehr gut an die Situation erinnern, vor allem kann ich mich an meine Wahrnehmung und mein Verständnis von mir selbst als Mensch erinnern. Ich kann dir versichern: Ich war niemals klein. Ich war niemals unreif. Ich habe mich niemals als unwissendes Kind gefühlt. Oder als halber Mensch. Meine Gefühle waren genauso echt, wie sie es jetzt sind. Meine Aktionen und Interaktionen genauso ernst zu nehmen wie sie es heute sind. Sicher, ich bin gereift. Ich habe dazu gelernt. Ich bin reflektierter. Bedachter. Meine Meinungen haben sich über manche Dinge geändert. Ich habe andere Prioritäten. Ich habe mich entwickelt, genau so, wie ich mich weiter entwickeln und verändern und reifen werde. Aber die Wahrnehmung meiner Selbst, als echten, ernst zu nehmenden Menschen, die hat sich nicht geändert und die wird sich auch niemals ändern. Dieses Wissen um die Ernsthaftigkeit der Selbstwahrnehmung in jedem von uns, egal wie groß oder klein, egal, wie die äußere Form auch aussehen mag, prägt meinen Umgang mit meiner Tochter sehr. Ich hoffe, das tut es auch bei dir. Denn die Antwort auf die Frage im Titel ist: 100%. Was meinst du dazu? Schreib einen Kommentar! Image courtesy by arztsamui /...

Wann Kinder endlich alleine schlafen

Gleich vorneweg: Ja, das wird einer dieser Artikel, die dir sagen wollen: Gaaaaaaaaanz locker. Alles ist gut. Alles wird gut. Meine Tochter ist nun 5. Fast 5einhalb (wobei sie auf GANZ 5 besteht…). Und meine Tochter schläft zu einem großen Teil bei mir im Bett. Yep. Und ich schlaf gerne mit ihr zusammen. Weil sie ziemlich ruhig schläft, also ich keine Füße ins Gesicht bekomme. Und weil es sich noch immer ungefähr so anfühlt: Es gibt verschiedene Gründe, warum Eltern wollen, dass ihre Kinder im eigenen Bett schlafen. Einige meinen, das gehört sich so. Einige meinen, alle anderen würden das auch so machen. Dann gibt es Leute, die haben Angst, dass ihre sexuellen Aktivitäten so erheblich gestört werden würden. Andere meinen, dass das Kind sonst nicht selbstständig wird. Wieder andere machen sonst keine Auge zu wegen den oben genannten Füßen. Zu der ersten Gruppe kann ich nicht viel sagen, denn wenn jemand absolut der Meinung ist, das gehöre sich so, ist er meist nicht willens, eine Alternative in Erwägung zu ziehen… Zu der zweiten Gruppe kann ich sagen: Nein. Alle anderen machen das bestimmt nicht so. Es gibt viele, sehr viele Kinder, die auch mit 5 noch entweder nachts ins Bett der Eltern schlüpfen, oder aber ganz bei ihnen schlafen. Dann die dritte Gruppe: Zugegeben, Sex im Bett wird schwierig. Aber das bedeutet nicht, dass Sex schwierig wird. Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, Sex zu haben. Sieh’s als Ansporn, kreativ zu werden und aus dem Gewohnten auszubrechen. Die vierte Gruppe: Bitte kurz nachdenken. Wie viele Teenager schlafen bei ihren Eltern im Bett? Die Zahl dürfte zumindest in Ländern, in...

Wie du mit deinen Problemen umgehst, ohne dass sie sich auf dein Kind übertragen

Wir hatten gerade eine tolle Telekonferenz, und da ich das Thema wichtig finde, ist hier eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse: – Es ist kaum möglich, seine Probleme aus der Erziehung/Beziehung fern zu halten, weil unsere Probleme mitbestimmen, wer wir sind, was wiederum unsere Ausstrahlung und unser Auftreten beeinflusst. – Es sind meist nicht die Probleme an sich, die das Problem sind, sondern die daraus resultierenden Gefühle und das Umgehen damit. – Man muss unterscheiden zwischen akuten Gefühlsausbrüchen und latenten Themen/Problemen/Gefühlen, die immer unbewusst mitflattern, aber dafür sorgen, dass wir auf bestimmte Situationen mitunter Unangemessen reagieren. – Bei akuten Gefühlsausbrüchen (insbesondere Wut) kann helfen: Bewegung (z.B. einmal um den Block rennen/joggen) Abstand von der Situation gewinnen (auch gerne durch räumliche Trennung) und tief durchatmen. Dabei geht es nicht darum, die Gefühle runter zu schlucken, sondern sie zu fühlen und mit dem Ausatmen loszulassen (ein fffffff beim Ausatmen kann besonders helfen). Sagen, was mit einem los ist, und klar machen, dass das Kind nichts damit zu tun hat. Boxen (auf einen Sack oder Kissen), oder tatsächlicher Boxkampf mit einer Person, die deiner Stärke gewachsen ist. Es geht dabei nicht darum, der anderen Person weh zu tun, sondern die Energie in einer Kampfsituation los zu lassen. -Bei latenten, mitschwingenden Problemen sollte man sich unbedingt Hilfe holen. Außerdem ist ein gesteigertes Bewusstsein für die eigene Befindlichkeit enorm wichtig. Achte besonders auf deine Körpersignale und ob sich Spannung aufbaut, sodass du frühzeitig Druck ablassen kannst. – Egal, ob es sich um latente oder akute Gefühle handelt, es ist absolut wichtig, offen damit umzugehen. Ein verneinen, verheimlichen oder schönreden der eigenen Gefühle stiftet 1. Verwirrung (unterschiedliche...

Keine Angst vor Abenteuern!

Wer sagt, dass man mit Familie keine Abenteuer mehr erleben kann? In Häusern schlafen muss? Alles so einfach und komfortabel halten muss? Ich mag einfach und ich mag komfortabel – aber ohne Abenteuer kann ich nicht leben. Ich muss raus, etwas entdecken, etwas machen, was ich noch nie zuvor gemacht habe. Da mein Mann keine Lust auf Zelten hatte, bin ich alleine losmarschiert. Mit einem riesen Berg an Rucksack und einem Rollkoffer – und meiner fast 4-jährigen Tochter. Ohne Auto. Nur mit Zug, Bus und per Anhalter. Hat alles super geklappt. Und warum? Weil meine Tochter sich auf einmal unglaublich groß, stark und selbstständig fühlte. Schließlich konnte ich ihre Hilfe gut gebrauchen. Und sie konnte tatsächlich sinnvolle Dinge tun: Den rausgefallenen Schlafsack tragen. Einen Platz im Bus suchen. Das Zelt mit aufbauen. Spülen. Kochen. Einkaufen. Ich habe sie wie eine Große behandelt. Und sie hatte auf dem Zeltplatz die Freiheit, herumzustreunern. Mit Kindern zu spielen, ohne ewig lange Straßen voller Autos entlangzulaufen. Sie ist gewachsen. Reifer geworden. Eigenverantwortlicher. Und sie hatte einen riesen Spass. Sie fragt mich, wann wir wieder zelten gehen. Falls du das auch vorhast (Juchhu!), dann hier ein Tipp: Plane die Reise so, dass du theoretisch alles alleine tragen/machen kannst, und eigentlich nur von deinem Kind brauchst, dass es sich nicht mitten auf die Straße setzt und sich keinen Zentimeter mehr von der Stelle rührt. Und sei dankbar für alles, was sie dann freiwillig übernimmt. Bezieh sie immer mit ein. Entweder, indem du etwas anbietest, oder indem du auf ihr Angebot einsteigst. Und trau ihr mehr zu als sie zu Hause kann/macht. Sie wird so stolz auf...

Wie ich mit meinem Kind umgehe zählt, richtig?

Wir Mütter sind unglaublich liebevolle Menschen. Wir wollen, dass es unseren Kindern gut geht. Und dafür tun wir alles. Und opfern uns dafür auf. Oft. Zu oft. Dabei ist das eine Problematik in sich. Wir wollen, dass unsere Kinder in Liebe aufwachsen. Also geben wir Liebe. Unendlich viel Liebe. Auch wenn uns gerade nicht danach ist. Wir wollen, dass unsere Kinder Nähe bekommen. Also geben wir ihnen Nähe. Unendlich viel Nähe. Auch wenn wir gerade Abstand brauchen. Wir wollen, dass unsere Kinder Spass haben. Also sind wir fröhlich. Sehr fröhlich. Auch, wenn wir gerade traurig sind. Wir bauen viel zu oft eine Scheinwelt für unsere Kinder auf. Im Namen der Liebe. Dabei zählt eben nicht nur, wie wir unsere Kinder behandeln und uns ihnen gegenüber geben. Es zählt mindestens genauso sehr, wie wir uns selbst behandeln. Ob wir authentisch sind. Wir sind die Vorbilder unserer Kinder. Du möchtest, dass dein Kind selbstbewusst ist? Gut, wie sieht es mit deinem eigenen Selbstbewusstsein aus? Du möchtest, dass dein Kind sagt, was es will, und dazu steht? Gut, wie sieht es mit dir aus? Du möchtest, dass dein Kind seine Träume lebt? Gut, wie sieht es mit dir aus? Jedes ‚Ich kann nicht, weil…‘ wird registriert. Ohne, dass die Hintergründe verstanden werden, oder die Tatsache, dass sie es anders machen können. Am Anfang wird alles auf die Eltern projeziert. Du bist ich. Ich bin du. Wir formen die Welt von unseren Kindern. Schon allein durch unsere Wahrnehmung der Welt und unserem inneren Wertesystem. Das größte Geschenk, dass du deinem Kind machen kannst, ist nicht, deinem Kind all deine Liebe zu geben. Das größte Geschenk...

Wie Kinder ihre Selbst-Liebe behalten

Wenn ich mir eines für meine Tochter wünsche, dann, dass sie sich selbst liebt. Dass sie sich selbst so akzeptiert, wie sie ist. Momentan ist das recht einfach. Sie kommt noch gar nicht auf die Idee, sich mit anderen zu vergleichen, oder sich selbst für Fehler zu mobben. Aber was ist, wenn sie älter ist? Wenn sie in die Pubertät kommt? Wenn sie erwachsen ist? Wird sie sich selbst toll finden und glücklich mit sich sein, oder wird sie an sich herummäkeln, sich selbst für vermeintliche Fehler zur Rechenschaft ziehen und ihr Strahlen verstecken? Hier ist etwas, das ich von meiner Mutter gelernt habe, und woran ich mich selbst gerne erinnere: Wie die Eltern einen wahrnehmen, ist unglaublich ausschlaggebend. Wie sehen sie dich? Wie reden sie über dich? Klar, wenn sie eine ‚Stärke‘ an dir loben, werden sie wahrscheinlich in den höchsten Tönen von dir sprechen und dich bewundern. Das ist nett. Aber was noch viel wichtiger ist: Wie sprechen sie über deine ‚Schwächen‘, sprich die Dinge, die sie selbst nicht gut heißen an dir? Sprechen sie herablassend, oder können sie auch diese Seiten an dir annehmen und sogar lieben? In meiner Familie war (und ist) es üblich, dass wir viel miteinander reden, und auch gerne darüber, wie wir einander wahrnehmen und erleben. Das schöne ist, dass dies immer mit unglaublich viel Liebe geschieht. Ich erinnere mich, dass meine Mutter ab und an über meine ‚Faulheit‘ sprach, aber in ihrer Stimme schwang Bewunderung und Akzeptanz für meine Eigenarten, und in ihren Augen war ein Glitzern, das deutlich sagte: „Ich liebe dich.“ Ich kann daher nicht nachvollziehen, wenn andere es...