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Soforthilfe bei Wutausbrüchen

Wenn jemand wütend ist, so richtig wütend, dann stauen sich eine Menge Gefühle an. Und diese Gefühle wollen raus. Bei uns Erwachsenen äußert sich das vor allem in der Sprache: Wir schimpfen was das Zeug hält und sagen des öfteren relativ unkluge Sachen, die nicht aus der Objektivität der Vernunft geboren wurden, sondern die aus einem Gefühl heraus stammen. Und dieses Gefühl sagt uns, dass Unrecht begangen wurden. Wir schimpfen also, um klar zu machen, dass für uns etwas nicht in Ordnung ist. Wenn du dir ein Kind anschaust, dann wirst du feststellen, dass es zwar auch schimpft, aber nicht so wie wir ,Großen‘. Besonders kleine Kinder können oft nicht einmal benennen, was eigentlich das große Unrecht war, geschweige denn das sie das Vokabular hätten, um sich Luft zu machen. Sie schreien und weinen. Und werden körperlich aktiv. Gefühle sind eine körperliche Sache (übrigens auch bei Erwachsenen, nur haben wir gelernt, sie zu verkopfen. Ob das gut ist oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt). Insbesondere Wut versetzt den ganzen Körper in Aktion. Kinder hauen, schreien und machen kaputt. Was also tun? Ich würde generell immer vorschlagen, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben, wenn es gerade keine Gefühlswallungen erlebt. Während dem Wutanfall ist es dazu nicht in der Lage! Wie fühlst du dich? Was ist da gerade passiert? Was macht dein Körper wenn du wütend bist? Was brauchst du, wenn du wütend bist? So lernt dein Kind sich selbst zu beobachten und zusätzlich von außen wahrzunehmen, um im Ernstfall nicht komplett die Kontrolle zu verlieren und weder sich noch andere zu verletzen. Wenn es aber denn mal soweit ist:...

Bin ich eine gute Mutter?

Ich habe ziemlich hohe Ansprüche an mich selbst, wenn es um das Muttersein geht. Interessanterweise geht es bei mir nicht so sehr darum, ob ich meine Tochter dazu bringe, möglichst früh lesen und schreiben zu lernen, sie sich perfekt benimmt und immer gut aussieht. Tatsächlich habe ich wesentlich andere Prioritäten als den äußeren Schein. Mich kümmert nicht, wie früh sie schreiben kann, sondern wie sie schreiben lernt; ob es sie interessiert und Spass hat. Ob es sie stärkt. Mich kümmert auch nicht, wenn sie frech ist. Mir ist eher wichtig, dass sie Respekt hat. Frech und respektlos sein sind zwei Paar Schuhe. Und mich kümmert es auch nicht, wie ihre Klamottenzusammenstellung aussieht, weil sie schon immer selbst sehr viel Wert darauf gelegt hat, auch wenn ihr Geschmack nicht unbedingt Mainstream ist. Sie muss glücklich mit ihren Klamotten sein, nicht ich. Das alles läuft also recht entspannt. Ich habe aber auch einen ganz besonders hohen Anspruch, der nicht immer machbar ist: Ich möchte, dass sich meine Tochter geborgen fühlt. Das geht, wenn ich sie in den Arm nehme, und auch, wenn wir friedlich etwas zusammen unternehmen. Das geht nicht, wenn wir uns streiten. Beim Streit geht es nicht darum, sich Nahe zu stehen und sich lieb zu haben. Im Streit werden Positionen vertreten. Es wird gekämpft. Streit ist ziemlich egoistisch. Ich kann nicht streiten und gleichzeitig mein Kind in den Arm nehmen. Dafür sind die Energien zu entgegengesetzt. Ich kann nicht streiten und gleichzeitig lieb und nett sein. Ich kann fair sein. Aber trotzdem geht es im Moment des Streits nicht darum, sich zu mögen. Es geht nicht um Verbindung, es geht um...

Tip: Was hilft einem Kind, das keine Kleidung erträgt?

Falls jemals der Eindruck entstanden sein sollte, bei uns würde alles rund laufen – das tut es nicht! Es gibt Zeiten, da bin ich recht verzweifelt. So z.B. beim Thema Anziehen. Hast du jemals eine Stunde damit zugebracht, deinem Kind dabei zu helfen sich zu überwinden, Socken anzuziehen? Ja? Dann weißt du ja, wovon ich spreche… und könntest einen Tip gebrauchen. Und vielleicht hast du einen Tip für mich, den du unten in die Kommentare schreiben kannst? Hier ist das Problem: Meine Tochter ist sehr wählerisch. Und ist sehr empfindlich was Klamotten auf ihrer Haut betrifft. Das einzige, was geht, sind hauchdünne Leggings (ja, es ist Winter… sie ist bereit, sich wenigstens Stulpen überzuziehen…). Aber auch da nicht alle. Und nicht immer dieselben paar. Klamotten stören. Nähte stören. Schiefsitzende Socken stören. Bilder, die nicht absolut gerade sind, stören. Socken, die nicht hoch genug gezogen sind, stören. Fester Stoff stört sowieso. Unterhosen unter Hosen stören. Strumpfhosen stören. Enge Hosen stören. Weite Hosen stören. So sehr, dass sie sofort vom Leib gerissen werden müssen, wenn sie nur die Haut berühren (oder auch wahlweise, wenn wir gerade zur Tür hinaus wollen). Es ist anstrengend. Es ist nervenzehrend. Für uns beide. Also was tun? Logische Argumente? Kommen nicht durch in der Verzweiflung des Augenblickes. Ruhig bleiben und etwas anderes aussuchen? Nach drei mal Kleiderwechseln ist jede Ruhe verflogen. Aber es gibt zwei Dinge, die bisher geholfen haben: 1. Nach dem Anziehen: Sie auffordern, die Füße zu spüren. Das lenkt sie ab, lässt sie zur Ruhe kommen, und mit etwas Glück schafft sie es über den ersten Impuls, sich die Kleider vom Leib zu reißen hinaus....

Der Drahtseilakt zwischen Nähe und Freiheit

Ich bin Mutter. Ich liebe meine Tochter. Ich möchte, dass sie in jeder Sekunde ihres Lebens genau das spürt. Ich möchte ihr Nähe geben. Ich habe sie gerne und lange gestillt. Ich habe sie getragen so lange es ging. Ich genieße es, dass sie tatsächlich zumindest phasenweise noch immer im Familienbett schlafen will. Ich genieße es, für da sein zu können und zu dürfen. Liebe und Geborgenheit sind zwei elementare Bestandteile meines Verständnisses von einer Mutter. Und doch… bin ich ein Mensch. Ich habe auch noch eine andere Seite. Diese andere Seite möchte frei sein. Diese andere Seite könnte es niemals etragen, Vollzeitmutter zu sein. Diese andere Seite fordert Unabhängigkeit. Ich habe einen Krebs-Aszendenten mit dem Mond in Steinbock. Mutter sein ist nicht nur natürlich für mich, es ist auch wichtig. Ich habe hohe Ansprüche. Und diese Ansprüche beziehen sich vorranging darauf, Geborgenheit zu spenden. Meine Tochter entspricht diesem meinen Anspruch ihrerseits, indem sie extreme Nähe fordert. Bis zu einem gewissen Grad geht das gut. Ab einem gewissen Grad wird es mir zu viel. Denn ich habe auch eine andere Seite. Meine Sonne. Meine Sonne ist im Wassermann, für die es das Schlimmste ist, keine Luft zum Atmen zu haben. Die gerne ausbricht. Die den Kopf voller Ideen hat. Für die Unabhängigkeit und Individualität zu den höchsten Gütern gehören. Krebs und Wassermann, Mond und Sonne, führen einen harten Kampf in mir aus. Der eine will Nähe, die andere will Freiheit. Und der Steinbock in mir will alles richtig machen. Zuweilen ist es einfach, und meine Tochter und ich liegen auf einer Wellenläge. Dann genieße ich es, dass meine Tochter...

Wie du mit deinen Problemen umgehst, ohne dass sie sich auf dein Kind übertragen

Wir hatten gerade eine tolle Telekonferenz, und da ich das Thema wichtig finde, ist hier eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse: – Es ist kaum möglich, seine Probleme aus der Erziehung/Beziehung fern zu halten, weil unsere Probleme mitbestimmen, wer wir sind, was wiederum unsere Ausstrahlung und unser Auftreten beeinflusst. – Es sind meist nicht die Probleme an sich, die das Problem sind, sondern die daraus resultierenden Gefühle und das Umgehen damit. – Man muss unterscheiden zwischen akuten Gefühlsausbrüchen und latenten Themen/Problemen/Gefühlen, die immer unbewusst mitflattern, aber dafür sorgen, dass wir auf bestimmte Situationen mitunter Unangemessen reagieren. – Bei akuten Gefühlsausbrüchen (insbesondere Wut) kann helfen: Bewegung (z.B. einmal um den Block rennen/joggen) Abstand von der Situation gewinnen (auch gerne durch räumliche Trennung) und tief durchatmen. Dabei geht es nicht darum, die Gefühle runter zu schlucken, sondern sie zu fühlen und mit dem Ausatmen loszulassen (ein fffffff beim Ausatmen kann besonders helfen). Sagen, was mit einem los ist, und klar machen, dass das Kind nichts damit zu tun hat. Boxen (auf einen Sack oder Kissen), oder tatsächlicher Boxkampf mit einer Person, die deiner Stärke gewachsen ist. Es geht dabei nicht darum, der anderen Person weh zu tun, sondern die Energie in einer Kampfsituation los zu lassen. -Bei latenten, mitschwingenden Problemen sollte man sich unbedingt Hilfe holen. Außerdem ist ein gesteigertes Bewusstsein für die eigene Befindlichkeit enorm wichtig. Achte besonders auf deine Körpersignale und ob sich Spannung aufbaut, sodass du frühzeitig Druck ablassen kannst. – Egal, ob es sich um latente oder akute Gefühle handelt, es ist absolut wichtig, offen damit umzugehen. Ein verneinen, verheimlichen oder schönreden der eigenen Gefühle stiftet 1. Verwirrung (unterschiedliche...

Grenzen setzen….

Grenzen setzen ist in.  Das Grenzen wichtig sind steht in jedem Erziehungsratgeber.  Allerdings stellt sich Eltern, die sich über Erziehung den Kopf zerbrechen, die Frage: Was ist wichtiger, Grenzen oder persönliche Freiheit? Und wie setze ich Grenzen wirkungsvoll, und möglichst so, dass sie nicht kontrollierend sind? Soll ich Diskussionen zulassen (oder vielleicht sogar fördern?), oder einfach Nein und Punkt sagen? Oder soll ich gar keine Grenzen setzen? Himmelherrgottnochmalistdasschwierig. Ich weiß nicht, ob du dir diese Fragen stellst, aber ich stelle sie mir andauernd. Hier sind meine Antworten: Wofür sind Grenzen überhaupt da? Sie sind nicht dazu da, ein Kind in ein Korsett zu zwängen, sondern sind für den Schutz wichtiger Dinge da. Zunächst mal gibt es meine persönlichen Grenzen. Die Freiheit meines Kindes hört da auf, wo meine anfängt. Ich brauche also ein Gespür dafür, was meine persönlichen Grenzen sind. Was eine gute Übung besonders für Frauen ist, die viel damit beschäftigt sind, andere Leute gut fühlen zu lassen. Also mich… Dann sind da die Grenzen der Allgemeinheit. Und die persönlichen Grenzen meines Kindes. Bis jetzt geht also nicht um besonders schickes Betragen und Immer-nett-und-höflich-sein, sondern um ganz essentielle, persönliche Grenzen. Die allerwichtigste Frage: Was sind meine Grenzen? Um was geht es? Da wird’s schwierig… Wenn es um körperliche Unversehrtheit geht, ist es einfach, aber wenn es darum geht, ob der Fußboden unter Wasser gesetzt wird oder nicht? Da mischen sich verschiedene Dinge miteinander. Nämlich dass der Fußboden evtl. kaputt geht mit dem Glauben, wie mein Kind sich zu verhalten hat und (das wichtigste und emotional ausschlaggebendste, jedenfalls für mich) ob ich die Sauerei wieder aufwischen muss, und ich mich dadurch...