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Selbstbewusstsein und Monster High

Meine Tochter – fasst 6 Jahre alt – spielt gerne mit Puppen. Vor allem mit neuen Puppen. Und weil das so ist, überlege ich mir sehr, ob ich sie in einen Laden mit Spielzeugabteilung mitnehme. Was nicht immer vermeidbar ist. Also kann ich folgende Geschichte erzählen: Eigentlich wollten wir ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund suchen. Aber da waren soooooooo viele NEUE Barbie-Puppen. Die alle herrlich glitzerten und blinkten, und überhaupt so aussahen, als könnte man ganz großartig mit ihnen spielen. Zunächst war Marwa dennoch recht wählerisch. Schließlich kann sie nicht mit irgendeiner Puppe spielen. Sie muss schon ganz besonders und auf die richtige Art und Weise glitzern. Aber nach dem ich zu einigen Puppen recht eindrucksvoll ‚Nein‘ gesagt hatte, und sie darauf hingewiesen hatte, dass wir eigentlich ein Geburtstagsgeschenk für jemand anderen suchen, dessen Geschmack eher in einem anderen Regal seine Repräsentation findet, wurde sie in ihrer Not recht wahllos. Was wenig nutzte. Bis sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Bekommen einer Monster-High-Puppe lenkte. Für diejenigen, die nicht ganz so genau wissen, was es mit einer solchen Puppe auf sich hat: Eine Monster-High-Puppe basiert auf einem Charakter aus der Zeichentrick-Serie ‚Monster High‘ und sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus. Sie ist spindeldürr, hat länger-wirkende Beine als Barbie, kurze Arme, die in spinnenartigen Fingern enden, einen Rücken, der so dermaßen im Hohlkreuz ist, dass ich sofort an Rückenschmerzen denken muss, einen riesigen Kopf und meist gaaaaaaaanz viel Farbe. Überall. Ich gewillt, meiner Tochter ein erneutes ‚Nein‘ entgegenzuschmettern, und ihr zu erklären, dass diese Puppe absolut nicht dem Frauenbild entspricht, das ich versuche ihre beizubringen. Eine Puppe, die sämtliche Klischees und Werbe-bäh in...

Dein Körper ist Kunst

Die Sache mit der Schönheit und dem Zufrieden-sein-mit-und-in-seinem-Körper ist schon ein wenig tricky. Zuerst sind da die ganzen „Schöhnheitsideale“. Wenn du dem nicht entsprichst, und glaubst, so aussehen zu wollen, dann hast du ein Problem. Wenn du dem entsprichst, hast du wahrscheinlich trotzdem ein Problem, weil es nicht nur ein Schönheitsideal gibt, und du mit Garantie nach dem anderen hungerst. Dann sind da die Leute, die sich von dem ganzen Gedöns abwenden und zu ihrem Körper stehen wollen. Das ist auch ganz toll. Wenn nur nicht ganz viele gegen den Schönheitswahnsinn ankämpfen würden, ihren Weg und Körper verteidigen und Schönheitsideale herunterputzen würden. Wenn du das machst, hast du wieder ein Problem, weil du wieder nicht bei dir bist, sondern nach außen schaust, und gegen Windmühlen kämpfst. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Vergiss, was Schönheit ist. Vergiss überhaupt alle Worte, die mit einer Definition zu tun haben. Vergiss, wie eine Nase aussieht (überhaupt Nasen, nicht nur das Ideal). Vergiss, wie ein Bauch normalerweise aussieht. Werde offen für alle Möglichkeiten. Und jetzt betrachte den Körper als ein Kunstwerk. Als abstrakte Kunst, um genau zu sein. Siehst du die Linien? Die ganz individuellen und eigenwilligen Formen? Ohne zu definieren, ob du eine Nase oder ein Ohr vor dir hast. Schau dir einfach die Form an. Wenn dein Bauch von der Schwangerschaft gerissen ist, schau ihn dir an. Mit der Neugierde eines Künstlers. Siehst du die ganzen Linien? Wie jede ein wenig anders geformt ist, und sie zusammen ein Muster bilden? Wenn du Cellulite hast, schau dir deinen Po an. Siehst du, wie die Beulen geformt sind? Schau sie dir ohne Bewertung an....

Ich liebe meinen Bauch!

Mein Bauch ist was besonderes. Mein Bauch hat 9 Monate ein Kind in sich getragen und ist dabei um ein vielfaches seiner Größe gewachsen. Und er hat lange durchgehalten. 38 Wochen habe ich keinen einzigen Riss entdeckt. Erst zwei Wochen vor der Geburt hat die Haut schlapp gemacht! Das hätte ich nie gedacht. Mein Bindegewebe ist sowieso schon so schwach, und wenn ich mir die Bäuche meiner weiblichen Verwandtschaft so angucke… nein, ich habe mich darauf eingestellt, schon nach 3 Monaten mit einem rotstreifigen Bauch rumzurennen. Aber ich bin in meinen Erwartungen übertroffen worden! Oh ja, ich bin stolz auf meinen Bauch. Er ist nicht mehr schön, das muss ich ehrlich zugeben, aber na und?! Er hat großes geleistet! Die paar Kriegsnarben… Wenn ich dann aber im Fernsehen so Sendungen sehe, so nach dem Motto “ Oh mein Gott, mein Bauch ist so hässlich, nicht mal mein Freund darf ihn sehen (dafür aber der Rest der Welt), ich muss ihn operieren lassen!“, dann frage ich mich: Was soll das denn? Hängt dein ganzes Selbstwertgefühl an deinem Bauch? Hängt dein ganzes Glück davon ab, ob deine Körpermitte glatt oder wellig ist? Wenn ich mir dann die Ursache für meine Falten ansehe, dann bin ich noch stolzer. Meine Tochter, du hast meine glatte Haut auf dem Gewissen, und ich freue mich, dass es so ist! Und wen’s ein bisschen tröstet: Ich fand den Bauch meiner Mutter immer das beste am ganzen Körper. Der ist so schön weich, da kann man sich prima...