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Selbstbewusstsein und Monster High

Meine Tochter – fasst 6 Jahre alt – spielt gerne mit Puppen. Vor allem mit neuen Puppen. Und weil das so ist, überlege ich mir sehr, ob ich sie in einen Laden mit Spielzeugabteilung mitnehme. Was nicht immer vermeidbar ist. Also kann ich folgende Geschichte erzählen: Eigentlich wollten wir ein Geburtstagsgeschenk für einen Freund suchen. Aber da waren soooooooo viele NEUE Barbie-Puppen. Die alle herrlich glitzerten und blinkten, und überhaupt so aussahen, als könnte man ganz großartig mit ihnen spielen. Zunächst war Marwa dennoch recht wählerisch. Schließlich kann sie nicht mit irgendeiner Puppe spielen. Sie muss schon ganz besonders und auf die richtige Art und Weise glitzern. Aber nach dem ich zu einigen Puppen recht eindrucksvoll ‚Nein‘ gesagt hatte, und sie darauf hingewiesen hatte, dass wir eigentlich ein Geburtstagsgeschenk für jemand anderen suchen, dessen Geschmack eher in einem anderen Regal seine Repräsentation findet, wurde sie in ihrer Not recht wahllos. Was wenig nutzte. Bis sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Bekommen einer Monster-High-Puppe lenkte. Für diejenigen, die nicht ganz so genau wissen, was es mit einer solchen Puppe auf sich hat: Eine Monster-High-Puppe basiert auf einem Charakter aus der Zeichentrick-Serie ‚Monster High‘ und sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus. Sie ist spindeldürr, hat länger-wirkende Beine als Barbie, kurze Arme, die in spinnenartigen Fingern enden, einen Rücken, der so dermaßen im Hohlkreuz ist, dass ich sofort an Rückenschmerzen denken muss, einen riesigen Kopf und meist gaaaaaaaanz viel Farbe. Überall. Ich gewillt, meiner Tochter ein erneutes ‚Nein‘ entgegenzuschmettern, und ihr zu erklären, dass diese Puppe absolut nicht dem Frauenbild entspricht, das ich versuche ihre beizubringen. Eine Puppe, die sämtliche Klischees und Werbe-bäh in...