Du hast deinen Ratgeber immer bei dir!

[Diesen Artikel habe ich gerade per email in meinem Newsletter verschickt. Wenn du auch regelmäßig solche Tipps bekommen möchtest, trag dich bitte rechts oben ein! Danke.]

Vor kurzem habe ich diesen Artikel von Susan Hyatt gefunden: Texts from God. Weißt du, eigentlich ist es gar nicht so schwierig, zu wissen, was man zu tun hat. Was man in stressigen Situationen zu tun hat, wie man reagieren soll. Eigentlich weißt du das ganz genau. Leider sind wir gerade dann, wenn’s stressig wird, oder wir emotional werden, dazu nicht in der Lage. Wir sind blockiert, vielleicht hektisch, vielleicht gefangen in Verstrickungen der Gefühlswelt.

Es erfordert Ruhe, um Klarheit zu bekommen. Es erfordert Klarheit, um den richtigen Weg zu finden.

Aber wenn in dir ein Sturm braust?

Susan Hyatt stellt eine ganz einfache Frage: Continue reading

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Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind “Nein” sagt?

Das Leben is wie’s is. Wir haben Termine. Wir haben Pflichten. Wir müssen pünktlich sein. Unser Tag ist in bestimmte Zeitintervalle eingeteilt. So isses halt. Da könne wir’s nicht gebrauchen, wenn ein Kind nicht mitmacht.

Wenn ein Kind sich nicht anziehen will. Oder nicht mitkommen will. Wenn es “Nein!” sagt. Oder im schlimmsten Fall gar nichts und einfach weiterspielt.

Kinder verstehen noch nicht so ganz unser Konzept vom Leben. Sie verstehen noch nicht so ganz, was dahintersteckt, wenn Mama sagt, dass sie keine Zeit hat. Dass sie los muss. Dass vielleicht Leute warten und Pünktlichkeit eine Tugend ist.

Sie verstehen auch noch nicht so ganz, warum es unbedingt notwendig ist, aufzuräumen. Warum Kohlrabi gesund ist, und Schokolade nicht. Warum T-Shirt und Hose ordentliche Kleidung für tagsüber sind, Schlafanzug aber nicht.

Das lernen Kinder erst im Laufe ihres älterwerdens. Tatsächlich leben Erwachsene und Kinder in zwei vollkommen verschiedenen Weltvorstellungen. Continue reading

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Wie wär’s mit einem Wutanfall?

Letzte Woche bin ich auf einen Artikel von Abigail Steidley, Mind/Body coach, gestoßen, der einige Erinnerungen wach gerufen hat, wie man mit Gefühlsausbrüchen der lieben Kleinen (und übrigens auch der lieben Großen!) umgehen kann. Du kannst den Artikel lesen, indem du hier klickst.

Meine Tochter ist 2, und ja, wir haben es mit einigen Gefühlsausbrüchen zu tun. Es kann sehr anstrengend werden, vor allem dann, wenn ich nicht richtig mit meinen eigenen Gefühlen umgehen kann. Continue reading

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Wie sehr bist du im alten Leben stecken geblieben?

Wenn du Mutter wirst, wirst du neu geboren. Nicht nur das Kind kommt auf die Welt, auch wir Mütter (und übrigens auch die Väter!) kommen neu auf die Welt. Der Mensch, der wir früher waren, ist nicht mehr da. Das Leben, das wir früher kannten, ist nicht mehr da.

Wir fangen neu an.

Das ist eine große Herausforderung und eine große Chance, für diejenigen, die es so sehen. Wir haben hier die Chance, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, und es so zu gestalten, so einzigartig zu gestalten, dass es sich wie eine zweite Haut anfühlt. Continue reading

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Hast du Respekt vor deinem Kind?

Ich möchte gerne eine Geschichte erzählen, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Tatsächlich ist sie noch gar nicht so lange her.

Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre alt. Volles Trotzalter. Und sie hat einen starken Kopf. Sie weiß sehr genau, was sie will, und was sie nicht will. Was wundervoll ist. Nicht viele Erwachsene haben noch diese Gabe. Ich liebe sie dafür, und lerne.

Nun, ich wollte meine Tochter für den Kindergarten fertig machen. Tatsächlich wollte ich sie aufwecken. Und ich dachte mir, lass sie heute etwas länger schlafen, dann beeilen wir uns eben mit dem Anziehen ein bisschen. Also habe ich sie spät aufgeweckt. Zu spät. Denn die Zeit war so knapp geworden, dass wir und beeilen mussten. Ich hatte den Druck, zu einer bestimmten Uhrzeit in der Kita sein zu müssen (den ich mir übrigens selbst gemacht habe. Es wäre kein Problem gewesen, später zu kommen).

Ich habe sie also aufgeweckt. Ihr was vorgesungen, wie immer. Und dann habe ich erwartet, dass sie sich anziehen lässt. Und zwar das, was ich ihr aussuche.

Vergiss es.

Erstens wollte sie sich gar nicht ausziehen. Dann wollte sie sich doch ausziehen, aber alleine. Dann wollte sie, nackig, wie sie war, erst was essen. Und sich nicht anziehen. Oder doch, aber nur das, was sie will. Nicht das, was ich ihr hinlege. Ist doch klar!

Sie war noch müde und knatschig. Und ich hatte keine Zeit.

Keine gute Kombination.

Also habe ich sie gezwungen. Gegen ihren lautstarken Protest. Und auch meine Erklärungen zur Lage brachten nichts (natürlich nicht…).

Bis ich dachte: Wow, was mache ich eigentlich gerade hier? Continue reading

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Kostenloses Teleseminar am 02.09.11

…und zwar zum Thema “Woher weiß ich, ob ich auf dem richtigen Weg bin?”.

Weißt du, ich glaube, dass viele unter uns immer wieder auf diese Frage stoßen. Viele von uns spüren, dass sie es anders machen, dass die Regeln wie sie auch heute noch von Medien und nahestehenden Menschen aufgestellt werden, für uns nicht wirklich passen. Wir wollen unseren eigenen Weg finden. Wir wollen unsere Kinder so erziehen, wie es unseren eigenen Vorstellungen entspricht.

Doch wenn wir wissen, was unser Weg nicht ist, was ist dann der Weg? Was ist richtig? Und wenn jeder diese Frage für sich selbst beantworten muss, woher weiß  ich dann, dass das, was ich mache in Ordnung ist? Woher weiß ich, dass ich mein Kind gut erziehe? Woher weiß ich, dass mein Kind zu einem starken, selbstbewussten Menschen heranwächst, und nicht zu einem verzogenen Gör, wie manche vielleicht behaupten?

Ich möchte in diesem Teleseminar den Raum für’s Gespräch öffnen, aber auch Möglichkeiten zeigen, wie du selbst herausfinden kannst, wo es für dich langgeht. Ich möchte dir helfen, deine eigenen Antworten zu finden. Jeder von uns hat einen Kompass eingebaut, es ist nur eine Frage ob du dir dessen bewusst bist, oder nicht.

Wenn du daran teilnehmen möchtest, trage dich bitte rechts für meinen Newsletter ein. Alle, die auf meiner Liste stehen, bekommen Zugang zum Teleseminar, der übrigens absolut kostenlos ist (außer den normalen Telefonkosten, deinem Anbieter entsprechend).

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Warum deine Gefühle wichtig sind, und wie du mit ihnen umgehen kannst

Wir Eltern sind schon toll: Wir sind für unsere Kinder da, wenn sie uns brauchen. Wir sind ihre Stütze. Wir geben ihnen unsere ganze Liebe. Wir helfen ihnen, selbst wenn es uns selbst gar nicht so gut geht. Wir stellen uns selbst hintenan. Wir versuchen unser Möglichstes, damit unsere Kinder geborgen aufwachsen.

Das ist eine große Leistung (jeder darf sich jetzt mal auf die Schulter klopfen)!

Und wo bleiben wir?

Wer nimmt uns in den Arm, wenn es uns nicht so gut geht? Wer hört uns zu, wenn wir sorgen haben? Wer hilft uns, Wut abzulassen?

Wenn wir Glück haben, haben wir einen Partner oder Freunde, die uns helfen. Aber auch die sind nicht immer da. Und mit allem können und wollen wir sie auch nicht belasten.

Hast du einmal bemerkt, wie du mit dir selbst umgehst, wenn du wütend, traurig oder müde bist? Was machst du da?

Wenn du wie die meisten bist, hast du wahrscheinlich ein sehr gespaltenes Verhältnis mit Gefühlen. Einerseits ist es nicht gut, Gefühle zu unterdrücken, andererseits kannst du sie gerade jetzt nicht gebrauchen. Oder du entscheidest dich, sie lieber gar nicht zu fühlen und schiebst sie einfach weg. Weil sie ja auch echt unangenehm sind.

Manche (oder viele?) haben auch richtig Schuldgefühle, wenn sie etwas “unangebrachtes” fühlen. Wie kannst du so traurig sein, wenn du doch augenscheinlich alles hast, was dich glücklich machen sollte? Oder andersrum: Wie kannst du so glücklich sein, wenn gerade die ganze Situation so ist, dass du traurig zu sein hast?

Schwierig, schwierig…

Das Ding ist, dass es richtig weh tun kann, wenn die Gefühle nicht im freien Fluss sind. Denn was passiert, wenn du dich entscheidest, nicht traurig zu sein?

Dein Körper spannt sich an einer oder mehreren Stellen an.

Beobachte das mal. Ist wirklich interessant. Und auf der anderen Seite passiert es oft, dass wenn du eine Verspannung löst, auch das Gefühl wieder freigesetzt wird.

Dein Körper spricht mit dir. Er sagt dir, was ihm zuviel ist und was nicht, was in Ordnung ist und was nicht. Nur die meisten von uns hören nicht zu.

Wie angespannt ist dein Körper? Ist er schön locker leicht, oder hart? Tut er vielleicht sogar weh (du kannst chronische Schmerzen bekommen von so was, kein Witz!)?

Ok, wie geht man also mit Gefühlen um?

Das ist ein ziemlich umfassendes Thema, aber hier ein kleiner, aber sehr, sehr hilfreicher Tip:

Lass die Gefühle hochkommen und bleib bei ihnen. Fühl deine Gefühle. Auch wenn sie unangenehm sind. Je mehr du sie wahrnimmst, desto schneller gehen sie auch vorbei. Weil sie dir gesagt haben, was sie zu sagen haben, und du zugehört hast.

Wenn du Wut fühlst, wird dein Körper sich wahrscheinlich sich bewegen wollen. Sei ein wenig vorsichtig, wie du das tust, so dass du niemanden verletzt. Lass sie z.B. an einem Kissen aus.

Wie viel Liebe gibst du dir selbst? Hast du dich schon mal in den Arm genommen? Ist wirklich wunderbar.

Erinnere dich daran, wie es ist, wenn sich deine Kinder richtig schlecht fühlen, und du sie in den Arm nimmst. Wie fühlt sich das an?

Und genau so nimmst du auch dich selbst in den Arm. So kannst du eine sichere Umgebung für dich selbst schaffen, um Gefühle wie Traurigkeit oder Angst hochkommen zu lassen.

Gefühle sind wichtig. Du bist wichtig. Und Gefühle haben dir etwas wichtiges mitzuteilen. Hör ihnen zu.

Was machst du mit deinen Gefühlen? Wie gehst du mit ihnen um? Schreib einen Kommentar, ich würde gerne deine Erfahrungen hören.

Image: Ambro / FreeDigitalPhotos.net

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Es gibt kein richtig oder falsch

Eines der größten Irrtümer der Menschheitsgeschichte ist, die Dinge in richtig oder falsch einzuordnen, in gut und böse. Dieser Irrtum, an dem sich die allermeisten Menschen festhalten (auch ich, mehr als mir lieb ist), ist eine der Hauptursachen für Konflikte. Wenn nicht die Ursache.

Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur ein “es funktioniert, in diesem Kontext”, oder ein “es funktioniert nicht, in diesem Kontext”.

Es funktioniert” fühlt sich wie Frieden an, “Es funktioniert nicht” fühlt sich wie Angst, und allen anderen Emotionen, die daraus entspringen, an. Wut, Verzweiflung, Hass.

Lass es mich mit einem Beispiel erklären, was ich meine.

Angenommen, meine Tochter hat einen Wutanfall und schmeißt den Teller quer durch’s Zimmer (ja, das kommt vor…).

Jetzt habe ich verschiedene Möglichkeiten zu reagieren.

Ich kann mich furchtbar erschrecken, weil der Teller kaputt gehen könnte, oder weil ich mit diesem Ausbruch nicht gerechnet habe. Meine Reaktion darauf kann sein, dass ich mir erst mal Luft verschaffe, und meine Tochter anschreie.

Ich kann Angst bekommen, dass es keine einzelne Handlung bleibt, sondern sich ständig wiederholen wird, wenn ich nicht entsprechend reagiere. Ich versuche also, jegliches Teller-schmeißen-in-der-Zukunft zu unterbinden. Z.B., indem ich ihr unmissverständlich klar mache, dass es so nicht geht, und dass ich das überhaupt nicht gut finde, und ihr ein mächtiges Donnerwetter bescheren.

Ich kann meine Autorität in Frage gestellt sehen, und Angst haben, dass sie mir auf der Nase rumtanzt. Ich muss also meine Autorität beschützen und klar machen, wer hier das sagen hat. Z.B. durch einen mächtigen Anschiss.

Ich kann mich völlig hilflos und überfordert fühlen, und nur ein “Ach, Marwa…” herausbringen.

Ich kann wütend sein, und Angst haben, aber weil ich meine Tochter nicht anschreien will, unterdrücke ich das alles und versuche, ganz friedlich und höflich zu erklären, dass Teller schmeißen in diesem Haus nicht erwünscht ist. Bis die Emotionen entweder doch hochkochen und einen Wutausbruch meinerseits verursachen, oder aber ganz drin bleiben, und mich krank machen.

Oder ich kann alle Ängste und Sorgen bezüglich der Zukunft, dem Teller und meiner Autorität einmal beiseite lassen und sehen, was gerade passiert ist. Marwa hat mit dem Teller geworfen, weil sie furchtbar wütend ist. Punkt. Wenn ich sie mir so anschaue, und mein eigenes Drama fallen lasse (nicht unterdrücke!), sehe ich ein wunderbares Kind vor mir, dass starke Emotionen erlebt und diesen zum Ausdruck verhilft. Ich fühle unglaubliche Dankbarkeit und Liebe. Und von diesem Standpunkt aus bin ich in der Lage, so zu reagieren, dass auch meine Liebe zum Ausdruck kommt. Z.B. ist es mir erst mal egal, was mit dem Teller ist. Um den kümmere ich mich später. Ich beobachte Marwa. Was braucht sie jetzt? Hat sie ihrer Wut genug Ausdruck gegeben? Oder muss sie noch ein bisschen schmeißen? Ich könnte ein paar Kissen holen, und wir könnten zusammen schmeißen. Oder brauch sie jetzt eine Umarmung? Ich könnte sie in den Arm nehmen, bis sie sich beruhigt hat. Oder will sie hauen? Wir könnten auf die Couch einboxen. Bis der erste Schwall vorrüber ist. Und JETZT können wir darüber reden, dass ich nicht möchte, dass sie mit dem Teller schmeißt, weil ich Angst habe, dass der kaputt geht. Wir könnten darüber reden, wie sie in Zukunft mit ihrer Wut umgehen kann. Auch wenn sie es vielleicht beim nächsten mal nicht gleich schafft…. Aber so ist der Wutanfall sehr schnell vorbei gegangen, niemand ist verletzt worden, und meine Tochter hat demonstriert bekommen, dass sie akzeptiert wird, so wie sie ist, und dass ich sie auch liebe, wenn sie wütend ist. Dass es nichts gibt, was sie tun könnte, das ihr meine Liebe entziehen würde.

Verstehst du, alle diese Reaktionen sind absolut in Ordnung. Wie gesagt, es gibt kein richtig oder falsch. Die eine Reaktion ist nicht gut, und die andere böse (auch ich bin nicht immer in der Lage, mega-Geduld aufzubringen, und vom letzten Standpunkt aus zu reagieren…). Aber beobachte einmal, welche Reaktionen und Handlungen noch mehr Wut und Verletzung hervorrufen, und welche Liebe und Frieden (es gibt mit Sicherheit mehr Möglichkeiten, als ich oben aufgeführt habe). Du kannst dich frei entscheiden.

Welche Erfahrungen hast du mit Gefühlsausbrüchen deiner Kinder gemacht? Wie hast du reagiert? Was hat funktioniert, was nicht? Schreib bitte einen Kommentar!

Image: photostock / FreeDigitalPhotos.net

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Nein, es ist nicht schwierig, ein 2-jähriges Kind abzustillen!

Das hier ist ein Artikel für alle diejenigen, die ihr Kind super gerne stillen, auch über die üblichen 9 Monate, vielleicht sogar über die magische 12-Monate-Grenze hinaus, die ihr Kind zum Einschlafen stillen, und sogar in ihrem Bett schlafen lassen.

Für alle, die sich eigentlich sehr wohl mit dem fühlen, was sie tun, denen ihr Instinkt sagt, dass es richtig ist, was sie tun, aber immer wieder zu hören bekommen, dass sie ihr Kind verziehen, dass sie Probleme beim abstillen bekommen werden, dass sie ihr Kind nie wieder aus ihrem Bett rausbekommen, und ihnen Geschichten von Familien aufgetischt werden, wo die Kinder 8 Jahre lang gestillt werden – obwohl noch ziemlich viel Zeit verstreichen muss, bis ihr 18 Monate altes Kind 8 Jahre alt ist.

Ich möchte hier meine eigene Geschichte erzählen, die hoffentlich ein wenig Mut macht, und das schlechte Gewissen beruhigt.

Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre alt.

Ich habe sie von Anfang an gestillt. Tag und Nacht. Ich habe sie zum Einschlafen gestillt und zum Aufwachen. Ich habe sie in meinem Bett schlafen lassen. Und ja, sie ist sehr häufig aufgewacht. Phasenweise so alle 2 Stunden.

Und ich habe mich gut damit gefühlt. Ich habe genug Schlaf bekommen (weil ich im liegen gestillt habe, und nicht wirklich dabei aufgewacht bin). Meine Tochter war glücklich. Ich war glücklich. Wir hatten (und haben) eine starke Verbundenheit.

Das ging so 21 Monate, bis ich irgendwann das Gefühl hatte, dass es Zeit ist, abzustillen. Nicht, weil ich dachte, oh, sie ist jetzt fast 2, ich muss jetzt langsam mal anfangen, sondern ich hatte einfach das Gefühl, dass es Zeit ist. Ich hat mir keinen Spass mehr gemacht, zu stillen. Es hat sich nicht mehr gut angefühlt.

Also habe ich sie abgestillt. Einfach so. Ohne Probleme. Ohne Kampf.

Ich habe ihr gesagt, dass es tagsüber keine Milch mehr geben würde. Freundlich, aber bestimmt. Auch zum Einschlafen nicht. Nur, wenn sie nachts aufwacht. Sie hat es akzeptiert. Sehr gut sogar. Die ersten Tage hat sie nach Milch gefragt, aber als ich ihr jedes mal gesagt habe, dass ich ihr jetzt keine Milch mehr geben würde, und ihr Wasser angeboten habe, hat sie bald gar nicht mehr gefragt (Ein kleiner Tip: Du brauchst hier keine großen Erklärungen geben, wenn dein Kind nicht danach verlangt. Ich merke, dass wenn ich viel rede, es gar nicht für meine Tochter ist, sondern eigentlich eher versuche, für mich Klarheit zu finden. Wenn ich klar bin, sind keine großen Worte nötig. Bedenke bitte auch, dass meine Tochter mit 21 Monaten bereits sehr viel mehr versteht als mit 15 Monaten. Das kann es einfacher machen).

Das Ohne-stillen-einschlafen war ein bisschen schwieriger. Die ersten zwei Tage hat sie geweint. Aber ich war die ganze Zeit bei ihr und habe sie im Arm gehalten, bis sie eingeschlafen ist (Kleiner Tip: Hier merkst du, ob du wirklich abstillen willst, weil DU es willst, oder weil du glaubst, es gehöre sich so, obwohl dein Instinkt dir was anderes sagt. Wenn es wirklich Zeit ist, dann mag es dir zwar weh tun, dass dein Kind weint, aber beim Gedanken an die Alternative (weiterstillen) zieht sich dein Körper zusammen, während sich beim Gedanken an die abgestillte Zeit dein Körper sich öffnet, weitet. Ist es noch nicht soweit, verhält es sich genau andersrum). Und dann ging es ohne Probleme. Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis wir unser neues Einschlafritual gefunden haben, aber das ist ok. Mit der Zeit spielt sich das ein.

Übrigens hat sie auch zur gleichen Zeit ihr eigenes Bett bekommen (unser großes Bett wurde zu klein…). Ich habe einfach eine Matratze neben unser Bett gelegt, und am Anfang bei ihr geschlafen. Absolut kein Problem. Sie hat nicht einen Ton gesagt und ist gleich ganz natürlich in ihr Bett gegangen. Auch heute noch schlafe ich manchmal bei ihr, oder lege mich zum Einschlafen zu ihr, je nachdem, wie die Bedürfnisse sind. Niemals ist daraus das Verlangen entstanden, dass Mama jetzt immer bei ihr zu schlafen hat, oder dass sie in Mamas Bett will.

Nach ca. 1 Monat, als sie sich sehr an das Einschlafen ohne saugen gewöhnt hatte, habe ich ihr dann beim nächtlichen Aufwachen gesagt, dass die Milch alle wäre (was auch stimmte). Sie hat sich einfach umgedreht und weitergeschlafen. Nach zwei Nächten ist sie gar nicht mehr aufgewacht und schläft nun 12 Stunden am Stück durch (toi, toi, toi).

Ich möchte dir noch einmal Mut machen, dass es hier kein richtig oder falsch, kein Muss, Soll, Sonst gibt. Es gibt nur ein “es funktioniert für uns, es fühlt sich gut an”, oder ein “es funktioniert nicht für uns, es fühlt sich nicht gut an”. Es gibt nicht DEN Weg. Es gibt nur DEINEN Weg.

Wie ist es bei dir mit dem Abstillen gelaufen? Oder stillst du noch? Ich würde gerne deine Geschichte lesen. Schreib bitte unten einen Kommentar.

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Bockig ist nicht unbedingt bockig

Heute morgen hatte ich mit meiner Tochter Streit. Oder nein, Streit ist nicht das richtige Wort. Nennen wir es eine “Auseinandersetzung”.

Ich wollte nämlich mit Marwa raus, zum Kinderturnen. Marwa, die jetzt 18 Monate alt ist, und sehr genau weiß, was sie will, und was sie nicht will, wollte auch raus. Soweit waren wir uns also einig. Das man eine Hose anziehen muss, um rauszugehen, ist klar. Und das man Schuhe anziehen muss, auch. Tatsächlich liebt Marwa ihre Schuhe, und zieht sie auch gerne mal vor der Hose an. Soweit kein Problem.

Aber dann: Die Jacke. Die Mütze. Der Schal.

Keine Chance. Marwa will nicht. Auch gute Argumente wie “draußen ist es kalt!” oder “Schau, Mama hat auch eine Jacke und einen Schal an!” halfen nichts (Das Mama eine Jacke anzieht, ist ja wohl klar, aber was hat das mit Marwa zu tun?!).

Nun hatte ich 2 Möglichkeiten: Ich ziehe einem brüllendem Kind mit Gewalt die Jacke an, oder ich lasse es sein und bleibe zu Hause.

Ich hatte aber auf beides keine Lust. Also dachte ich: Mal sehen, wie lange sie sich weigert. Vielleicht will sie ja von alleine (doofer Gedanke, ich weiß).

Also setzte ich mich vor die Tür und wartete. Marwa wollte raus. Nein, ohne Jacke. Nein, erst muss die Jacke an. Weinen. Trösten. Marwa versucht, mich zum Spielen zu animieren. Ha, nicht mit mir! Ich lass mich nicht ablenken!

So ging es eine Weile. Die Stimmung wurde immer kritischer. Das Weinen länger. Ich immer gereizter. Die Ablenkungsmanöver drängender.

Oder jedenfalls dachte ich erst, dass es Ablenkungsmanöver waren.

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